FKB 138

FKB 138 vor und nach Restaurierung

Eckdaten / technische Daten:
• Franzburger Kreisbahnen (FKB)
• Deutsche Reichsbahn (DR)
Informationen zu diesem Fahrzeug:
Der Wagen 138 entstand 1899 in Cöln am Rhein für die zu dieser Zeit meterspurige Cöln-Bonner Kleinbahn, auch Vorgebirgsbahn genannt. Als diese Eisenbahn in den Jahren 1929 bis 1934 auf Regelspur umgebaut und elektrifiziert wurde, konnten einige Wagen an die pommerschen Kleinbahnen verkauft werden. Sechs davon erhielt die Franzburger Kreisbahnen, die dort zumeist bis zur Stilllegung der Strecken 1969 im Einsatz blieben. Danach blieb Wagen FKB 138 als Stall auf einem Gehöft in Zansebuhr erhalten und wurde bis 2014 so genutzt. 2015 erfolgte der Verkauf an Kleinbaan Service BV. Die betriebsfähige Aufarbeitung in eigener Werkstätte konnte bis 2018 abgeschlossen werden.
Lebenslauf:
FKB 123

Eckdaten / technische Daten:
• Deutsche Reichsbahn (DR)
Informationen zu diesem Fahrzeug:
Der Wagen 123 gehört schon zu einer späteren Lieferserie für die Franzburger Kreisbahnen, gebaut von einem der Hauptlieferanten der Betreiberfirma Lenz & Co, der Waggonfabrik Beuchelt & Co. in Grünberg/Schlesien. Bei Übernahme der Franzburger Kreisbahn in die Pommerschen Landesbahnen 1940 wurde der Wagen zur Nummer PLB 671. Die Deutsche Reichsbahn führte ihn in der ersten Numerierung als DR 10.363p, später als DR 99-30-47. Nach Stillegung der Schmalspurbahn 1969 überlebte der Wagenkasten als Viehstall. 2015 erfolgte der Verkauf an Kleinbaan Service BV. Die betriebsfähige Aufarbeitung in eigener Werkstätte konnte bis Mai 2017 abgeschlossen werden.
Lebenslauf:
FKB 105 & FKB 106

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Eckdaten / technische Daten:
FKB 106
• Pommersche Landesbahnen (PLB)
• Deutsche Reichsbahn (DR)
Informationen zu diesem Fahrzeug:
Die beiden Wagen FKB 105 und 106 erwarb die Baufirma Lenz & Co. für die Erstausstattung der von ihr erbauten und betriebenen Franzburger Kreisbahnen im Jahr 1894 aus der schlesischen Waggonfabrik Beuchelt & Co. in Grünberg. Insgesamt bestand die Serie aus 15 gleichen gedeckten Güterwagen. Sieben der Wagen besaßen eine Handbremse (mit Bremserhäuschen), die restlichen, wozu auch die Nummern 105 und 106 gehörten, besaßen keine Bremse. Auch die zeitgleich gebaute Saatziger Kreisbahnen erhielten zwischen 1894 und 1896 16 gleiche Wagen, die aber von der Waggonfabrik Görlitz geliefert wurden. Nach Übernahme der in der sowjetischen Besatzungszone befindlichen Bahnen durch die DR im Jahr 1949 bekamen die Wagen die Nummern 10.345 und 10.346, später wurden sie zu 99-30-11 und 99-30-03. Bei FKB 105 wurden irgendwann die hölzernen Ständer an den Stirnwänden durch U-Profile aus Stahl ersetzt. Nach ihren Ausmusterungen am 23.12.1968 bzw. 16.1.1967 erfolgte der Verkauf der Wagenkästen an die KOG Vogelwiese in Altenpleen, wo sie fortan als Stall bzw. Schuppen dienten. FKB 105 (DR 99-30-11) stand am früheren Bahnhof Altenpleen, FKB 106 (DR 99-30-03) stand in Günz. So überlebten sie auch das Ende der DDR und 2010 konnte Kleinbaan Service beide Wagenkästen erwerben. Die Aufarbeitung in Werkstätten in Ilmenau und Coburg konnte 2016 erfolgreich abgeschlossen werden.

Lebenslauf:
GFM X1001

Eckdaten / technische Daten:
• Chemins de fer fribourgeois Gruyère–Fribourg–Morat (GFM)
• Transports publics fribourgeois SA (TPF)
Informationen zu diesem Fahrzeug:
Der Wagen X 1001 ist ein Bahndienstfahrzeug zur Fahrleitungsinstandhaltung. 1903 wurde er als Post- und Gepäckwagen an die Chemins de fer électriques de la Gruyère (CEG) für die Eröffnung der Stammstrecke Montbovon - Bulle - Châtel-Saint-Denis abgeliefert. Die CEG erhielt damals drei dieser Fahrzeuge und stellte sie mit den Nummern FZ 36 bis FZ 38 in Dienst; unser Wagen war die Nummer 38. Laut einer Beschreibung der Strecke von 1904 wurden diese Post-Gepäckwagen für Posteilzüge (durchgehende Verkehre) verwendet, da auch die Elektrotriebwagen jeweils Postabteile besaßen. Ein ursprünglich baugleiches Fahrzeug (CEG FZ 36) blieb in der Sammlung der Museumsbahn Blonay - Chamby (CH) im Ursprungszustand erhalten, das dritte Exemplar wurde 1971 ausgemustert. Am 1.1.1942 wurde durch Fusion mit zwei Regelspurbahnen die CEG zur GFM (Gruyère - Fribourg - Morat), und die drei Wagen dieser Serie erhielten die Nummern FZ 411 bis 413. Der Umbau des Wagens zum Arbeitswagen der Fahrleitungsmeisterei erfolgte 1949. Dabei wurde im Dach eine Kanzel zur Beobachtung des Fahrdrahtes während der Fahrt eingebaut. Etwa 2010 gelangte der Wagen zum Bahnmuseum Kerzers. 2019 erfolgte der Verkauf an Kleinbaan Service BV. Das Bahnmuseum Kerzers besteht seit April 2025 nicht mehr.
Lebenslauf:
RhB 2207

Eckdaten / technische Daten:
• Deutscher Eisenbahn-Verein (DEV)
Informationen zu diesem Fahrzeug:
Die Rhätische Bahn beschaffte 1911-13 eine letzte Serie vierachsiger Personenwagen mit offenen Plattformen und mit hölzernem Wagenkasten. Dabei waren 20 Wagen 3. Klasse mit den Nummern 2201 - 2220. Damit wurden die deutlich älteren Zweiachser in untergeordnete Dienste abgeschoben. Die Fahrzeuge blieben bis in die 1970er-Jahre im Einsatz. 1977 konnte der Deutsche Eisenbahn-Verein den Wagen 2207 erwerben mit dem Ziel, diesen als Buffetwagen in seinen Museumszügen einzusetzen, nachdem der zuvor dafür genutzte Wagen der Kleinbahn Leer - Aurich - WIttmund renovierungsbedürftig abgestellt werden mußte. Ein Viertel der Sitzplätze des Wagens wurde durch eine Thekeneinrichtung ersetzt. Bis 2018 blieb der Wagen so in Burchhausen-Vilsen im Einsatz. Kurze Zeit zuvor war er an Kleinbaan Service verkauft worden.
2019 wurde der Wagen zur Sauerländer Kleinbahn versetzt und ist seither dort im Betrieb.
Lebenslauf:
