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Bei der Aufarbeitung an der Lok sieht man auch, was Werkstätten in den letzten 130 Jahren so an der Lok gemacht haben. Manchmal auch Punkte, wo man sich fragt: Schmunzeln oder über die Murks ärgern? Zur weiteren Arbeit an der FKB 5i wurde die Bremswelle demontiert. Und da ist es im Detail zu sehen: Einem Kollegen war wohl die Funktion einer Paßschraube unbekannt oder er wollte sich die Arbeit sparen - und hat stattdessen normale Schrauben genommen und drei kleine Paßstifte gesetzt. Eventuell war dies auch der Mangel zu DDR-Zeiten zuzuschreibende Bastellösung. Das kann natürlich nicht so bleiben....

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Auf den Bildern auch zu sehen: Neben dem langen Hebelarm für die Wurfhebelbremse hat die Bremswelle, abweichend zur Fabrikzeichnung, auf der rechten Seiten einen jetzt funktionslosen zweiten kurzen Hebelarm. Das gehört zu der Druckluftbremse, die die 5i in den 1930er Jahren für den Triebwagenersatzverkehr erhalten hatte. Leider sind keine Fotos der Lok mit Druckluftbremse bekannt und im von der DR neu angelegten Betriebsbuch sind auch keinerlei Angaben zur wieder ausgebauten Druckluftbremse zu finden. Auch haben wir bisher an der Lok außer dem o.g. Bremshebel keine eindeutigen Spuren einer Aufhängung einer Luftpumpe und früheren Verrohrung gefunden. Oder sind die Angaben in der Literatur zur Bremse fehlerhaft und die Lok hatte "nur" eine Dampfbremse erhalten? Zumindest ist sie nach Betriebsbuch für 40 km/h zugelassen gewesen.