Bei Lonkwitz in Wetzlar ist der Stehkesselmantel ausgebrannt und auf der Rollenwalzmaschine gebogen worden. Die Kanten sind für das Schweißen bereits vorbereitet. Weitere Teile sind ausgebrannt oder bei der mechanischen Bearbeitung.
201024 DSC04845 1 Kopie 

Im Juni 2019 konnten wir mehrere Fahrzeuge aus dem früheren Bahnmuseum Kerzers, Standort Kallnach (CH) übernehmen. Damals hatten wir für zwei gedeckte Güterwagen der Biel-Täuffelen-Ins-Bahn, bis 1945 Seeländische Lokalbahnen genannt, die Nummern 581 und 584 verzeichnet. Die Wagen trugen jedoch keine Beschriftung mehr.
Durch Mithilfe eines Eisenbahnfreundes konnten wir diese Daten nun korrigieren.

Der Wagen 581 (Nummer stimmt) wurde 1919 neu an die SLB geliefert und trug die Nummer K 53. Nach den beiden Wagen K51 - 52 der Erstausstattung war dieser ein Nachkömmling mit geringen Änderungen. Der vermeintliche 584 ist tatsächlich der Wagen BTI G 582. Er wurde 1944 als Nummer K 56 in Betrieb genommen. Mit den Nummern K55 und 56 erwarb die SLB während des zweiten Weltkrieges zwei Nachbauten der ersten Serie mit leichten Änderungen.

Bei der Rekonstruktion des Originalzustandes eines Wagen helfen Fotos und Messungen. Für den Personenwagen FKB 10 nutzen wir u.a. ein bemaßtes Foto vom November 2018, das nach Abnahme der Blechverkleidung vom Aufbau erstellt wurde. Das erste Abteil, abgetrennt durch eine Zwischenwand, ist  erkennbar länger als die drei übrigen Abteile.  

20181030 011134 Kopie 3

Die Demontage geht weiter: Vorne an der Lok haben wir das Umlaufblech vor der Rauchkammerstütze abmontiert. Hierzu musste auch der Haltewinkel an der Vorderseite der Rauchkammerstütze ausgenietet werden. Nach dem Abnehmen des Halteblechs kann auch der innenliegende Balancier der Zug- und Stoßvorrichtung ausgebaut werden. Theoretisch ging das auch seitlich durch kleine Ausschnitte in den Rahmenlängsträgern vor den Zylindern (angeschnitten auf dem Bild zu sehen). In der Praxis wäre das aber bei montiertem Umlaufblech eine Geduldsarbeit für einen Schlangenmenschen....

Rahmen vorne

Vor einigen Jahren hat der Eisenbahnfreund Henning Wall bei der Räumung des Büros der Deutschen Eisenbahn Gesellschaft (DEG) in Frankfurt Akten der DEG gerettet und dem Archiv der Museumseisenbahn in Bruchhausen-Vilsen vermacht. Unter den Akten war auch das Betriebsbuch der Dampflok NKB 16 bzw. der früheren Lok 2 der Kleinbahn Selters Hachenburg. Bei der Inventarisierung des Archivbestandes sind die Kollegen in Bruchhausen-Vilsen jetzt auf das Betriebsbuch der Lok gestoßen. Das Betriebsbuch wird bei einer späteren Aufarbeitung unserer Lok eine große Hilfe sein. Sie ist bis zum Beginn einer Aufarbeitung in unserem Magazin in Veendam geschützt hinterstellt.

DSC02414

EWK hat die Zylinder und Schieberkästen weiter gereinigt und auch fast alle Stiftschrauben der vorderen Zylinderdeckel und der Schieberkastendeckel entfernt, was sogar relativ problemlos ging. Die Schieberroste sehen noch sehr gut aus, völlig riefenfrei. Wie eben sie noch sind, muß allerdings noch festgestellt werden. Die Zylinder wurden auf Unrundheit vermessen und sie sind noch sehr gut, ein Ausbohren ist nicht erforderlich. Die Dichtfläche am Zylinder zum linken vorderen Deckel ist hingegen leider arg abgerostet und wird nicht mehr dicht zu bekommen sein. Hier muss EWK dann doch ein Bohrwerk einsetzen, um die Fläche zu planen. Aufnahme vom gereinigten Schieberkasten (EWK).

20200114 125746 Kopie

An der Lok 4 (99 7204) sind zur Reinigung der Zylinder jetzt die Zylinderdeckel und die Schieberkastendeckel abgebaut.  (Foto EWK).

20200110 084006 Kopie

Die nachgefertigten Reflektoren für die Loklaternen am Kohlenkasten der E.K.B. 14g sind eingetroffen. Da diese Loklaternen noch beim Sandstrahlen sind, wurde ein Reflektor zum Test in eine vorhandene Loklaterne eingebaut. 

200110 Reflektor IMG 0288

Der Besuch in Krefeld wurde genutzt, um die dort in Aufarbeitung befindliche Luftpumpe anschauen. Zum "Vorher"-Zustand siehe Eintrag vom 30. November 2018. Beide Zylinder sind ausgedreht; die Kolben sitzen auf einer neuen Kolbenstange. Der Zusammenbau wartet auf die Rückkehr des beschädigten Mittelteils aus der Schweißerei. 

200107 IMG 0270 Kopie

Mit den aufgearbeiteten Ventilen wird die Pumpe ein Schmuckstück. 

200107 IMG 0269 Kopie

Der Bau des Kessels hat begonnen. Hier ist der Stehkesselmantel frisch auf der Plasmaschneidemaschine zu sehen. Beim modernen Kesselbau werden die Löcher für die Stehbolzen bereits auf der Plasma-Anlage mit ausgeschnitten und brauchen später am zusammengeschweißten Stehkessel nicht mehr mühsam einzeln Loch für Loch gebohrt werden. Dies setzt aber eine CAD-Konstruktion, eine präzise Brennschneidmaschine und ein exaktes Arbeiten beim Biegen und Schweißen voraus, damit die Bohrungen in Stehkessel und Feuerkiste nachher auch jeweils in der Flucht liegen. 

IMG 20200108 072634 Kopie

Und hier die Abwicklung der Stehkessel-Rückwand.

IMG 20200108 133712 Kopie

Ein aktuelles Foto aus Krefeld: Die umfangreichen Arbeiten am Rahmen, Führerhaus und Kohlenkästen sind abgeschlossen.

200107 99 7204 IMG 0271

Heute haben wir die restlichen Ausgleichshebel mit den Federspannschrauben ausgebaut. 

200104 DSC04820

An den Stiftschrauben der hinteren Zylinderdeckel sind die Muttern gelöst.

200104 DSC04824

Die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr wurde genutzt, das für die RUR vorgesehene Führerbremsventil zu entlacken und zu polieren. Im Gegensatz zu den Einheitsventilen bei DR und DB ist das alte Westinghouse-Ventil noch aus Rotguß. Die ersten Versuche, durch Soda-Strahlen die alte Farbe vom Gehäuse zu entfernen, waren nur bedingt erfolgreich. Zwar funktionierte das Entfernen der Farbe gut, die Düsen und der Schlauch des Strahlgerätes setzten sich aber immer wieder zu. Entweder war es zu kalt (der Kompressor stand in der Garage und die Druckluftleitung ging außen über die Terrasse in den Arbeitskeller) oder das Strahlsoda hatte Feuchtigkeit gesogen. Auch das Aufstellen eine Heizlüfters neben der Strahlkabine half nichts. Nach dem Wechsel des Strahlmittels auf Glasperlen war dann das Problem beseitigt. Nach dem Strahlen dann noch 2 Stunden Polieren mit Autosol...

200101 Westinghouse IMG 0255 Kopie

Der Brückentag wurde genutzt um die Dampfpfeifen nach LON 3005 für die RUR und die FKB 5i zu reinigen und ausgebig zu polieren. 

Links die Pfeife für die RUR mit zylindrischer Glocke (hoher Ton), rechts die Pfeifer für die FKB 5i mit balliger Glocke (tiefer Ton).

191230 DSC04818

Unter den dieses Jahr in Gryfice gekauften Güterwagen ist auch ein Güterzug-Begleitwagen der PKP. Die asymmetrisch angeordneten Schiebetüren deuten auf einen Gepäckwagen oder Post-Gepäckwagen als Spenderfahrzeug hin; aus der Rahmenbauart folgt die Waggonfabrik Wismar als Hersteller. Über den Radstand von 3,80 m und Form und Lage der Profile vom originalen Aufbau konnte der Wagen auf den PwPost 15 der Saatziger Kleinbahnen (Wismar, Baujahr 1911) eingegrenzt werden. Der Wagen ist ein Schwesterfahrzeug des 1912 an die Franzburger Kreisbahnen gelieferten FKB PwPost 15, der heute schön restauriert beim DEV unter der Nummer 55 fährt. 

Noch viel Arbeit: Der entbretterte PwPost SKB 15 am 19. Dezember nach seiner Ankunft in Veendam. Die angenieteten Pfosten sind original, die angeschweißten U-Profile Zutaten vom späteren Umbau in einen Güterzugbegleitwagen mit geschlossener Bremserbühne. Unter der Pufferbohle ist eine Steckkupplung für Kuppelstangen - zum Anhängen von Rollwagen - angebaut.

191219 SKB15

 

Heute haben wir die Federn der 3 vorderen Achsen ausgebaut und die ersten beiden Halter der Ausgleichshebel demontiert.

Die ausgebauten Radsätze sind für den Abtransport vorbereitet. Die Radsätze werden neue Radreifen bekommen. Ebenso müssen alle Lagersitze überarbeitet werden. Auf dem Bild sind Korrosionsspuren zu erkennen; der Zustand der Lagersitze ist auf den ersten Blick aber besser als befürchtet.

191228 DSC04803 Kopie

Das zugehörige Achslager; links der Unterkasten, rechts der Oberkasten. In der Mitte des Unterkastens sitzt ein Filzblock, der durch Federn nach oben gedrückt wird. Bei der Lagerschale im Oberkasten fällt auf, dass die Außenkontur an den Seitenflächen kleiner ist als die Ausdrehung für die Anlaufbünde an der Radsatzwelle.

191228 DSC04802 Kopie

 

 

In 2019 wurden vier weitere Güterwagen fertiggestellt (RKB 224, OEG 801, OEG 863, StMB 153). 11 unserer Güterwagen fuhren dieses Jahr zu Sonderveranstaltungen in Güterzügen und GmPs bei DEV, auf der Selfkantbahn und bei der Sauerländer Kleinbahn; der Buffetwagen RhB 2207 wird in Regelzügen der Sauerländer Kleinbahn eingesetzt.

Aktuell wird an 15 Fahrzeugen, verteilt über 7 Standorte, diverse Werkstätten und private Arbeitskeller für die Teileaufarbeitung, gearbeitet:

RUR: Nach der Vergabe der Triebwerksarbeiten an die Werkstatt der Vale of Rheidol in Aberystwyth hat die Aufarbeitung wieder Fahrt aufgenommen. Voraussichtlich bis Juni 2020 werden die Triebwerks- und Fahrwerksarbeiten abgeschlossen sein; eine Einhaltung des aktuellen Projektplans mit Fertigstellung der Kastenlok bis Januar 2021 erscheint machbar.

FKB 5i: Der aufgearbeitete Rahmen mit dem Neubaukessel ist seit Herbst 2018 in Veendam hinterstellt. Im Laufe des Jahres wurden ca. 90 % der Armaturen fertig. Die Lok soll für den Anbau der neuen Zylinder, die Triebwerksarbeiten und die Endmontage im Juni 2020 in die Werkstatt gehen. Bei optimalem Arbeitsablauf kann die Lok noch im Laufe des Jahres 2021 fertig werden.

E.K.B. 14g: Die Zeichnung für den Neubaukessel wurde vor ein paar Tagen vom TÜV freigegeben. Im Januar beginnt der Kesselbau bei der Fa. Lonkwitz in Wetzlar. Parallel läuft in Eigenregie in Hüinghausen die Demontage des ausgeachsten Rahmens weiter. Da bei diesem Joint-Venture die Eigenanteile als Hobby nur am Wochenende oder im Urlaub laufen, wird die Aufarbeitung länger dauern. Eine Fertigstellung der Lok ist bis spätestens 2023 geplant. Beim derzeitigen Arbeitsfortschritt werden wir die Lok noch im Laufe des Jahres 2020 wieder auf eigene Achsen stellen können und danach mit den Triebwerksarbeiten weiter machen.

Mosbach - Mudau 4: Die ehemalige 99 7204 ist seit November 2014 zur betriebsfähigen Aufarbeitung bei EWK in Krefeld. Durch Arbeitskräftemangel bei EWK wurde auch dieses Jahr nur wenige Stunden an der Lok gearbeitet. Anfang 2020 werden die Arbeiten am Kessel fortgesetzt; eine Fertigstellung der Lok werden in Krefeld noch mindestens 2 Jahre benötigt.

CARL: Der Neubaukessel ist in Veendam eingelagert. "Nebenbei" werden Fehlteile organisiert und aufgearbeitet. Eine intensive Phase der Aufarbeitung werden wir erst beginnen, wenn zwei der vier anderen Dampfloks wieder fahren. Es sei denn, es findet sich ein Freiwilliger, der jetzt als Projektleiter die Planung, Koordination und Überwachung der Aufarbeitung übernehmen will....

FKB BPwPost 6, FKB Ci 10, KKB ABCi 7: Der Wagenkasten für den BPwPost 6 ist im Rohbau fertig. Leider werden wir nur wenige Holzteile vom alten Aufbau weiterverwenden können. Im Anschluss ist der Wagenkasten von Ci 10 an der Reihe; mit den Stahlarbeiten am ABCi 7 wird jetzt begonnen. Durch den grundsätzlich gleichen Aufbau der Wagen ist so ein rationales Arbeiten möglich (weniger "geistiges Rüsten", Fertigung von Teilen in Kleinserie). Parallel läuft die Nachfertigung der Gleichteile für die Gewichtsbremse, der Presskohlenheizung, der Beschlagteile und der Lampen. Ein Fertigstellung der Garnitur bis 2021 ist angestrebt.

 191214 Wim FKB6 Kopie

Ein Rätsel gibt noch ein runder Blechaufsatz über dem Postabteil auf, der sowohl in einer Werkzeichnung als auch auf einem Werksfoto des Schwesterfahrzeuges SKB 4 in Görlitz zu erkennen ist. Die Funktion (Entlüftung?) ist unklar. Der Aufsatz muss aber bereits früh wieder entfernt worden sein, da Betriebsfotos eines Postwagens mit diesem Aufsatz unbekannt sind.

Bildschirmfoto 2019 12 21 um 12.01.54

Ein Vorteil des "Kleinserien-Ansatzes" bei der Aufarbeitung von Teilen: Für den KKB 7 kann ins Regal gegriffen werden.

191206 Teile KKB7

 

OEG 1024, OEG 1017: Die Fertigung beider O-Wagen bei Alan Keef ist weit fortgeschritten, die Fertigstellung ist für März und April 2021 vorgesehen. An den in 2019 eingesetzten O-Wagen waren noch einige Nacharbeiten in Bruchhausen-Vilsen, Hüinghausen und Ross-on-Wye erforderlich, die an 3 Wagen noch nicht ganz abgeschlossen sind. Diese in diesem Umfang nicht geplanten Nacharbeiten haben die Arbeiten an Folgeprojekten wie dem BK 38 leider etwas verzögert.

BK 38: Vom DB-Werk Fulda aufgearbeiteten Bremsventile sind im Dezember in Hüinghausen eingetroffen. Nach Montage der Ventile und wenigen restlichen Stahlarbeiten kann der Wagen demnächst zur Schreinerei gehen. Danach wird es in Hüinghausen mit der Aufarbeitung von 2 O-Wagen weitergehen. Die in einer Radsatzwerkstatt aufgearbeiteten Achsen sind bereits vor Ort.

StMB 13: Die aufgearbeiteten Drehgestelle warten auf den Einbau. Die Restarbeiten am Wagen - Anbau Bremsgestänge, Einbau Dampfheizung, Einbau Deckenleuchten und einiger Beschlagteile zum "Supern" des Wagens - sind überschaubar. Eine Fertigstellung noch in 2020 erscheint derzeit machbar.

 

 

Im Sommer 2016 hatten wir im Bahnhof Gryfice (Greifenberg) Güterwagen der ehemaligen Lenz-Bahnen in Hinterpommern besichtigt. Unter den abgestellten Güterwagen war ein O-Wagen, der erkennbar von der Standard-Bauart der O-Wagen in Hinterpommern abwich. Über den Radstand von 3,40 m und die Rahmenkonstruktion konnte der Wagen als einer der 18 O-Wagen identifiziert werden, der 1936 von der stillgelegten Kehdinger Kreisbahn an die Greifenberger Kleinbahnen (GrBK 1180 - 1197) verkauft worden war.

Nach mehrjähriger Verhandlung konnten wir den Wagen im Herbst 2019 erwerben. Die ursprünglichen Wagennummern sowohl bei der Kehdinger Kreisbahn als auch der Greifenberger Kleinbahnen werden sich wohl nicht mehr ermitteln lassen. Wir haben dem von Beuchelt gebauten Wagen die Nummer eines passenden O-Wagen der KKB zugewiesen (KKB 54).

Hier der Wagen nach seiner Ankuft in Veendam. Auf dem Wagen liegt der umgedrehte Rahmen eines "originalen" O-Wagen der Lenz-Bahnen in Hinterpommern.

191206 Kehdinger klein

Heute haben wir mit dem Abbau der Federn begonnen. Das Sichern der Feder mit dem Hubstapler war nicht erforderlich, da die Feder noch von einem Bolzen gehalten wird.

16144dc7 6a1b 45f6 99dc 34085da33171

Ein Wechsel auf die Innenseite des Rahmens. Zur Demontage des Ausgleichhebels muss ein Sicherungsbügel losgeschraubt werden. 

23d32b5d 2f31 4d9f b20c fc43b21e580c

Die Werkstatt der Vale of Rheidol hat mit den Kuppelstangen der RUR begonnen. Zum richtigen Spannen der offenen Stangenköpfe bei der Bearbeitung ist Kreativität gefragt.

191213 20191211 103138 Kopie

Hier ein fertiggestellter Stangenkopf.

191213 20191212 140648

Bei der RUR sind die Kolben eingebaut und die vorderen Zylinderdeckel werden festgeschraubt.

191207 IMG 20191202 082030 Kopie

Ein Blick auf die andere Zylinderseite mit dem Kreuzkopf.

191207 IMG 20191128 161628 Kopie

Auch die Schieber sind zwischenzeitlich eingebaut.

191207 IMG 20191204 111019

Als Ersatz für unsere ehemalige Denkmalslok CARL hat die Stadt Altena ein vereinfachtes Modell der Lok nachbauen lassen und auf einem Schienenstück vor dem ehemaligen Tunnel der KAE aufgestellt. Ursprünglich nur als das Relief einer angeschnittenen Rauchkammer gedacht, hat die Fa. Lonkwitz aus Wetzlar letztendlich das Modell einer vollständigen Lok gebaut. Wir meinen die Erinnerung an die KAE ist gut gelungen - Im Vorbeifahren ist die Illusion eines aus dem Tunnel ausfahrenden KAE Zuges perfekt. (M. Türke).

24

Für den originalen CARL sind wir weiter unterwegs Ersatz für die vielen fehlenden Teile zu bekommen, die der CARL während der Aufstellung als Denkmal verloren hat. Ein leider mühseliges Unterfangen, das viel Zeit beansprucht. Eingelagert ist bereits ein Paar einbaufertiger Strahlpumpen von Friedmann. 

IMG 1541 1

Die ersten 5 Modelleinrichtungen für die Gußteile der Görlitzer Gewichtsbremse sind fertig. Im Bild das Modell für die Seilrollen; zum Vorbild siehe den Tagebucheintrag vom 1. Juni 2018 und zur Lage und Funktion die CAD-Übersichtszeichnung im Tagebucheintrag vom 27. März 2019. Zunächst lassen wir 5 Satz abgießen und können nach Fertigstellung vom FKB BPwPost 6 und FKB 10 für den Wiederaufbau des Salonwagens KKB 7 direkt ins Regal greifen. Für den DEV werden ein paar Ersatzteile mit abgegossen.

IMG 0633 Kopie.

Während in Hüinghausen bei der E.K.B. 14g noch die Demontage der Lok läuft, sind wir bei der RUR in der Werkstatt der VoR in Aberystwyth ein gutes Stück weiter. Die Bolzen für die Kreuzköpfe wurden neu angefertigt.

IMG 20191120 113012 Kopie

Hier sind sie bereits in die Kreuzköpfe montiert ...

IMG 20191120 120212 Kopie

... und dies ist die montierte Baugruppe aus Kreuzkopf, Kolbenstange und Kolben.

IMG 20191121 104009 Kopie

 

Zuerst haben wir den Rahmen hochgewunden. Unter der Traversen-Unterkante brauchten wir ca. 94 cm Luft.  

191123 DSC04769 Kopie

Eine große Hilfe war eine Bohrmaschine mit einer 30er Nuss als Antrieb für die Winden - das ging wesentlich schneller und natürlich viel bequemer als ein Hochwinden mit den Handkurbeln.

 d4f44fae 9fc8 4c20 b4b6 c1adcbef8aef

Die Achsgruppe haben wir dann mit dem Radlader nach vorne herausgezogen. Weil die Kuppelstangen noch an den Kuppelzapfen festgerostet waren drehte sich hierbei kein Rad...

191123 DSC04782 Kopie

Die freigelegte Radsatzgruppe. Oben auf den Rädern entfernte Stellkeile und Lagerschalen der Kuppelstangen.

191123 DSC04787 Kopie

Nach rausklopfen der Stellkeile und der hinteren Lagerschalen konnten die Kuppelstangen abgenommen werden.

191123 DSC04798 Kopie

Probeweise wurden Grundrahmen, Seitenwände und Dachgestell vom neuen Wagenkasten für den FKB BPwPost 6 zusammengebaut.

IMG 20191122 145934

Die Schieberstangenbuchsen sind ausgeschlagen und müssen erneuert werden. Rechts die Altteile, links die neu angefertigten Buchsen,

IMG 20191114 144346 Kopie

Und hier die beiden neuen Buchsen nach dem Einbau.

IMG 20191114 144647 Kopie

Heute haben wir die E.K.B. 14g von den Transport-Loren gehoben und auf's Gleis gesetzt. Leider können die Wagenwinden mit den Traversen zum vollständigen Ablassen der Lok nicht tief genug abgesenkt werden bzw. sie bauen zu hoch. Zum weiteren Absenken mussten wir dann mit Schwellen, Klötzen, Stockwinden und Hydraulikhebern weiterarbeiten, doch am späten Nachmittag war es geschafft. Danach ging es noch unter die Lok in die Grube um die Achsgabelstege zu lösen und die Stellkeile auszubauen.  

191109 DSC04754

In die neuen Gleitschuhe wurden die Kanäle für die Schmierleitungen gefräst und die nachgefertigten Schmiergefäße angeschraubt. 

IMG 20191105 105313 Kopie

Die erneuerten Gleitbahnen sind eingebaut....

IMG 20191107 085159 Kopie

.. und zur Probe sind hier die Kreuzköpfe eingesetzt.

IMG 20191107 163934 Kopie

Am 1. November wurde der linke Werkzeugkasten abgebaut. Wie unschwer zu erkennen ist: Die alten Bleche können nur noch als Vorlage für einen Neubau dienen. Nächsten Samstag geht es an der Lok weiter mit dem Ausbau der Achsen.

Werkzeugkasten links2 Kopie

Vier Ventileinsätze für den Dampfverteiler ("Christbaum") hinten auf dem Stehkessel sind fertig bearbeitet.

Ventileinsätze Kopie

 

Der Rahmen vom Personenwagen FKB 10 war in einem guten Zustand. Bis auf die Nachfertigung abgebauter Teile wie z.B. der Achsgabeln beschränkten sich die Arbeiten am Rahmen deshalb auf Strahlen und Neuanstrich. Im Hintergrund ist der entblechte Aufbau des Wagens zu sehen.

191104 Coburg FKB10 1

Versehen mit aufgearbeiteten Radsätzen, Radlagergehäusen und neuen Federn ist das Fahrgestell wieder rollfähig.

191104 Coburg FKB10 2

Zum Lackieren ist der Rahmen vom O-Wagen OEG 1024 bei Alan Keef in eine Drehvorrichtung eingehängt. 

191101 DSCN1595 Kopie

Die Fertigung neuer Träger für die Kreuzkopf-Gleitplatten der RUR läuft.

191025 IMG 20191024 152640

Bei der Aufarbeitung des FKB BPwPost 6 muss das Dach neu gebaut werden.

191018 FKB6 2746

Nachdem alle Muttern an den Stellkeilen und den Achsgabelstegen gelöst bzw. gelockert waren hat es länger als geplant gedauert, die 4 Winden mit 2 Traversen aus dem Außengelände in die Werktstatt zu bringen und an den richtigen Positionen neben der Lok zu positionieren. Da nur wenig Platz zwischen Lok und Außenwand ist, konnte die reingeschobenen Winden nicht passend gedreht werden - da war der Umlauf und der Werkzeugkasten der Lok im Weg. Leztendlich halft nur, die Lok und 3 dahinter abgestellte Wagen per Hand eine Wagenlänge nach hinten zu verschieben, und nach dem Drehen und Positionieren der Winden wieder zurück zu schieben. Im letzten Büchsenlicht wurde von der eingefädelten vorderen Traverse noch schnell eine Aufnahme gemacht. 

191012 DSC04648

Unsere Dampflok 14g steht in Hüinghausen wieder über der Grube. Zur Vorbereitung des Ausbaus der Achsen werden die Mutter der Stellkeile und der Achsgabelstege gelöst.

191011 DSC04625

Die Stangen der Lok sollen später im Betrieb "blank" sein. Die linke Lenkerstange wurde als Versuchsteil genommen, um das beste Verfahren zu testen.

191011 DSC04624

Schneller als erwartet waren Rost und Farbe mit einer SVS-Scheibe auf dem Winkelschleifer entfernt.

191011 DSC04627

Danach ging es mit der Fächerscheibe auf der Satiniermaschine weiter. Hierbei habe ich keinen relevanten Unterschied zur Arbeit mit der Vliesscheibe gesehen. Alternativ wurde eine Fläche mit einer 120er Schleifband auf dem Satinierer bearbeitet. Der Abtrag ist ordentlich - allerdings wird die Oberfläche eher matter. Die Rückseite der Lenkerstange hat tiefere Narben. Diese wurden dann noch mal mit der Drahtbürste auf dem Winkelschleifer bearbeitet.  

191011 DSC04629

Zum Schluß wurde auf den Satinierer eine Vliewwalze eingespannt und die Fläche durchpoliert. Deutlich ist auf dem Lenkerhebel das eingeschlagene L (für Links) und die Fabriknummer zu erkennen. 

 191011 DSC04634

Für die Arbeiten am Triebwerk ist viel Erfahrung erforderlich. Bei der Werkstatt der Vale of Rheidol (VoR) in Aberystwyth haben wir eine Werkstatt in Wales gefunden, die sich in den letzten Jahren in GB einen guten Ruf erarbeitet hat. Neben der Arbeit an eigenen Dampfloks werden auch Loks für andere Museumsbahnen aufgearbeitet. Hier steht der Rahmen der RUR neben der letzten Neuerwerbung der VoR, der von der Schinznacher Baumschulbahn übernommenen Garret #60.

191009 DSC04609

Beginnend von den Zylindern wird über zwei Drähte das Triebwerk ausgerichtet. Bei einer 120 Jahre alten Lok mit etlichen Einsatzjahren und Reparaturen in einer Kleinbahnwerkstatt sind Überraschungen nicht zu vermeiden. So waren Zylinder, Gleitbahnen und Lager der Hinterachse nicht mehr in der Flucht. Die hintere Halterung der Gleitbahnen am Rahmen musste um einige Millimeter seitlich korrgiiert werden.  

191009 DSC04595

Hier die Vorrichtung, die zur Justage in die hintere Achslagerführung eingebaut wurde. Zwei Drähte liegen jeweils genau auf der Achse der Zylinder; die hier lose hängenden Drähte sind bei der Justage natürlich stamm gespannt. Unter der Achslagerführung die wieder ausgebaute Triebachse.

191009 DSC04588

Die Gleitbahnen waren in einem so schlechten Zustand dass eine Neufertigung sinnvoller war. Im unteren Bild vor den beiden Zylindern jeweils eine alte und eine neue Gleitbahn.

191009 DSC04592

Auch an den Kreuzköpfen waren umfangreichen Instandsetzungen wieder erforderlich. Rechts von den Kreuzköpfen Bolzen der Steuerung mit ebenfalls deutlichen Gebrauchsspuren; ganz rechts im Bild angeschnitten vier weitere Gleitbahnen.

191009 DSC04604

Das Ergebnis von 70 Jahren Bastelei in einer Kleinbahn-Werkstatt. Auf dem Bolzen des Kreuzkopfes sitzt eine geschweißte Aufnahme für die Gleitplatten. Auch die Gleitplatten haben diverse Reparaturen gesehen.

191009 DSC04605

Hier die zusammengebaute Konstruktion. Auffallend in der oberen Gleitplatte ist die Schmiernut; über die wohl Öl auf den Bolzen im Kreuzkopf gelangen sollte. Aus der Konstruktion ist zu schließen das früher einmal seitlich ein Schmiergefäß montiert war, das dann im Laufe der Jahre verlustig gegangen ist oder wegrationalisiert wurde.

191009 DSC montiert

Erst wenn Gleitbahnen und und Gleitplatten aufgearbeitet und justiert sind kann mit der weiteren Montage und Justage der Steuerung begonnen werden. Die in der Mitte liegende Welle der Job-Steuerung wurde bereits vor 4 Jahren bei Alan Keef aufgearbeitet. 

 191009 DSC04585

Eine Neben-Entdeckung: In den Zylinderblock (zur besseren Lesbarkeit ist das Bild um 90 Grad gedreht, links ist noch gerade der unten liegende Entwässerungshahn zu erkennen) ist das Gußdatum - nach meiner Entzifferung der 5.4.99 - mit eingegossen.

 191009 DSC04619 

Diese Woche wird die Zeichnung für den Neubaukessel fertiggestellt. Vom alten Kessel sind die letzten Teile ab- bzw. ausgebaut. Regler und Reglerknierohr sind nach äußerem Befund in einem guten Zustand.

191007 DSC04572

Ebenfalls abgebaut sind das rechte Speiseventil und das Friedmann Abschlammventil.

191007 DSC04576

191007 DSC04577

Für die Inszenierung von Güterverkehren haben wir in den letzten Jahren verschiedene Ladegüter gesammelt: Koffer, Kisten, Bierkästen, Fässer, Jutesäcke und Milchkannen. Hier wird zum Erntedank bei der Selfkantbahn unser StMB 153 mit Milchkannen beladen (Foto Bernd Fasel).

190929 Fasel IMG 7105 Kopie

Bei der Kellerräumung eines verstorbenen Mitarbeiters der Selfkantbahn wurde das Fabrikschild des Personenwagens 52 der Borkumer Inselbahn gefunden. Den Wagen 52 haben wir vor 3 Jahren von der Selfkantbahn gekauft; das Fabrikschild war da schon abmontiert gewesen und galt als verschollen. Glücklicherweise half ein fachkundiges Mitglied bei der Kellerräumung und konnte so das Schild aus einer Kiste mit Schildern fischen, die bereits zum Verkauf vorgesehen waren.

Was auffällt: Die "6" wurde eingelötet, aber augenscheinlich handwerklich recht gut gemacht. Ist ebenso am Fabrikschild des Schwesterwagens 53 ausgeführt, der heute noch auf Borkum fährt. Dies spricht dafür, dass es sich um das Original Fabrikschild des Wagens handelt. Die Wagenbauanstalt Oldenburg existierte nur 10 Jahre. Ursprünglich 1916 zum Bau von Lafetten, Munitionskisten und Wagen für das Militär gegründet, stieg die Wagenbauanstalt nach dem ersten Weltkrieg in den Bau und die Reparatur von Eisenbahnwagen ein. Die drei für die Borkumer Inselbahn gebaut Personenwagen dürften zu den letzten Aufträgen der Wagenbauanstalt gehört haben, da im selben Jahr der Betrieb wieder eingestellt werden musste.

190924 Fabrikschild

Die EKB 14g stand heute zur Demontage des Bremsgestänges auf der Grube und wir hatten das erste Mal die Gelegenheit, uns die Lok bequem von unten an zu schauen. Nach dem Ausbau des letzten Hängeeisen haben wir die Spannschlösser hinten im Bremsgestänge zugedreht. Hierdurch wandert das vordere Bremsdreieck nach vorne und die Bolzen können nach oben heraus gedrückt werden. Hier ein Blick in Lokrichtung nach vorne. Unten das vordere Bremsdreieck mit den bereits ausgehängten Bremsstangen. Oben - durch das Loch gesehen - die beiden Ausströmrohre.

190923 DSC04418

Um 180 Grad gedreht ein Blick in die andere Richtung. Das andere Bremsdreieck mit seinen Ausgleichshebeln vor der 3. Achse. Splinte und Mutter sind gelöst. Über den Fangbügeln das Blech vom Rahmen, das ein einfaches Rausdrücken der Bolzen nach oben verhindert.

190923 DSC04423

Bei dieser Achse ist gut erkennbar, dass sie nach dem Prinzip Gölsdorf seitenverschiebbar ist.

190923 DSC04430

Hier stehen wir jetzt im Bereich der Feuerkiste und blicken nach hinten. Gut sind im Querträger die beiden Quadratlöcher für das Umrüsten der Zugvorrichtung von der Balancierkupplung auf eine "rheinische" Kupplung mit Mittelzughaken (oberes Loch) oder eine tiefliegende "belgische" Kupplung (unteres Loch) sichtbar.
Auch bei der Inspektion von unten hat sich die gute Substanz des Rahmens bestätigt.

190923 DSC04427

Zum Ausbau des Bremsdreiecks an der 3. Achse sind die beiden Spannschlösser wieder aufzudrehen, damit das Bremsdreieck mit seinen Bolzen nach vorne wandert. Soweit die Theorie. Nach den ersten Umdrehungen wurden die Spannschlösser immer schwergängiger. Deshalb haben wir uns entschieden, die Fangbügel unter dem Bremsdreieck los zu schrauben, beim dann tiefer hängenden Bremsdreieck die Bolzen aus zu trieben und das Bremsdreieck schließlich nach vorne aus den Gabeln der hinteren Bremsstangen zu ziehen.
Auch danach war das Aufschrauben der Spannschrauben noch eine schweißtreibende Angelegenheit, bei der wir uns zu Dritt am 65er Maulschlüssel mt Rohrverlängerung abwechselnd abgequält haben.  

190923 Spanschloss DSC04439

Am Samstag, dem 21. September 2019, hatte der Wagen StMB 153 seinen ersten Einsatz im Rahmen einer Fotosonderfahrt des Reisebüros Tanago im Selfkant.
Zeitgleich war dies auch der erste offizielle Einsatz der Diesellokomotive G.K.B. V11. Hier ist der Wagen an dritter Stelle im Zugverband zu sehen.

 DSC 9666 reduziert

Am gleichen Tag, gut 350 km weiter in Richtung Nordost, waren auch funf unserer OEG-Güterwagen beim historischen Wochenende des DEV im Einsatz. Hier der Güterzug mit der PLETTENBERG kurz vor Heiligenberg (Thomas König).

190921 König Plettenberg vor Heiligenberg

 

Im Sommer 2017 hatten Eisenbahnfreunde aus dem Umfeld der Selfkantbahn im Rahmen einer Notrettung den Wagenkasten des Güterwagens MEG 133 der früheren Mittelbadischen Eisenbahn-Gesellschaft von einem Gartengrundstück in Lahr geborgen und den privat gekauften Güterwagen bei der Selfkantbahn in Schierwaldenrath hinterstellt. Der bei der MEG zuletzt als Hilfgepäckwagen genutzte MEG 133 war als Ergänzung für die Sammlung von ehemaligen MEG-Fahrzeugen bei der Selfkantbahn gedacht.
Leider ist auf unbestimmte Zeit eine geschützte Unterstellung des Güterwagens im Selfkant, geschweige denn eine Aufarbeitung, nicht absehbar. Seit Mitte 2017 stand jetzt der Wagen am Rande des Parkplatzes in Schierwaldenrath und war der Witterung ausgesetzt. Um einen weiteren Verfall des Wagens zu vermeiden, wurde die Leerfahrt eines Kran-LKWs von Schierwaldenrath nach Veendam genutzt, um den Wagen dort geschützt unter Dach abzustellen. Privat läuft die Suche nach geeigneten Radsätzen und stimmigen Radsatzlagern weiter, um den Wagen authentisch restaurieren zu können. Es wäre schön, wenn in nicht zu ferner Zukunft der MEG 133 betriebsfähig mal wieder zurück zur Selfkantbahn kommen könnte.

Um den langfristigen Erhalt des MEG 133 zu sichern, wird der Wagen mittelfristig vom heutigen Eigentümer als Ko-Stiftung in die zukünftige Stiftung von Kleinbaan Service eingebracht werden.

 190823 MEG133

Wagenkasten MEG 133, am 23. August 2019 am Parkplatz in Schierwaldenrath

Eigentlicher Anlaß der Lkw-Fahrt war der Transport zweier frisch restaurierter Güterwagen zum Kleinbahnmuseum Selfkantbahn, die ab dem 21.9.2019 für Sonderzüge zum Einsatz kommen sollen. Es handelt sich dabei um den Wagen 153 der Steinhuder Meer-Bahn (im oberen Bild noch am Kran schwebend, unten aufgegleist), sowie den Wagen IBL 23, der ursprünglich von der Meissener Straßenbahn stammt.

DSC 9625 reduziert

DSC 9626 reduziert

Zeitgleich wurde die Acherbrücke der Mittelbadischen Eisenbahn-Gesellschaft in das gleiche Lager verlagert, da sie an ihrem bisherigen Standort in Schierwaldenrath vorübergehend nicht verbleiben konnte. Eine langfristige Erhaltung im Rahmen der MEG-Sammlung des Kleinbahnmuseums Selfkantbahn ist jedoch angestrebt.

DSC 9629 reduziert

 

 

 

 

 

In der Werkstatt der Vale of Rheidol Railway sind die beiden Kreuzköpfe für das Triebwerk der RUR fertig.

IMG 20190905 105506

Auch ein Paar neuer Gleitbahnen ist in Arbeit.

IMG 20190905 105433

Bei Lonkwitz in Wetzlar wurde diese Woche mit der Vermessung des alten Kessels begonnen; die Detailabstimmung zum Neubaukessel läuft. Nach dem aktuellen Terminplan gehen in KW 41 die Genehmigungszeichnungen zum TÜV Süd; die Fertigstellung des Kessels ist für April 2020 geplant.

190907 DSC04391 Kopie

Ein Blick in die Rauchkammer. Ein Sachverständiger hatte im letzten August bei einer Befundung des Kessels noch empfohlen, nur das Mantelblech der Rauchkammer zu erneuern und die Vorderwand instandzusetzen. Nach dem Freilegen und Säubern zeigte sich aber, dass auch die Winkelprofile der Vorderwand in weiten Bereichen wegkorrodiert sind. Ein Flicken macht hier keinen Sinn mehr und auch die Rauchkammer-Vorderwand wird komplett erneuert werden. 

 190907 DSC04394 Kopie

Heute haben wir in Hüinghausen mit der Demontage des Bremsgestänges begonnnen. Unerwartet gut ließen sich die Spannschlösser und Muttern lösen und alle Splinte ziehen. Auch die Bolzen im Bremsgestänge sind beweglich - allerdings lassen sich die Bolzen nach oben nicht ausschlagen, da die Köpfe an der Rahmenunterseite anstoßen. Hier müssen wir noch nachvollziehen, in welcher Reihenfolge das Bremsgestänge ausgebaut werden kann bzw. was sich der Konstrukteur vor 100 Jahren hierzu gedacht hat.
Drei der vier Hängeeisen des Bremsgestänges sind abgebaut. Oben der Bolzen, an dem das Hängeeisen hängt. Unten der Bolzen vom Bremsdreieck, schwach ist ein Ausgleichshebel vom Bremsgestänge zu erkennen.

 190907 Bremse1 DSC04414

Das ausgebaute Hängeeisen. Zwei der fünf wichtigsten Werkzeuge liegen zufälligerweise auch im Bild: Ein 50er Maulschlüssel und ein Kupferhammer. Nicht im Bild: Der Brenner zum Warmmachen, ein Rohr zur Verlängerung des Schlüssels und ein Presse zum Abziehen der Hängeeisen.

 190907 Haengeeisen DSC04412

Das Auspressen des Bolzens zur Verbindung des Hängeeisens mit der Bremsbacke erfolgt auf der stationären 50 Tonnen-Presse. Bei 10 Tonnen löst sich der Bolzen. Beeindruckend ist immer der Knall wenn der Bolzen sich löst und ein paar Millimeter weiter rutscht. . 

190907 DSC04411 Kopie 

An den Drehgestellen vom StMB 13 wurden die letzten Niete eingenietet. Im Hintergrund der BK 38. 

190905 Drehgestell

An den Achsgabeln des BK 38 wurden die Paßschrauben durch Niete ersetzt. 

190905 BK38 Achsgabel

In enger Zusammenarbeit mit der Werkstatt vom DEV in Bruchhausen-Vilsen enstehen Armaturen für den sichtbaren Wasserstand nach LON 3261.

Wasserstandsköpfe

Die Metallarbeiten am BPwPost 6 sind abgeschlossen. Hierzu gehören auch die Fahrwerk-seitigen Bauteile der Görlitzer Gewichtsbremse. Aber noch viel Arbeit für den Stellmacher und Schreiner.....

190827 BPw6

Der Aufbau ist vom Fahrgestell des Schwesterfahrzeuges - Personenwagen 10 der ehemaligen Franzburger Kreisbahnen - abgehoben.

190827 wg10

Heute haben wir die linke Treibstange ausgebaut. Da die Räder festgerostet sind, mußte hierzu der Kreuzkopf mit einer Stockwinde nach vorne gedrückt werden, um den Stangenkopf am Treibkurbelzapfen freizubekommen. Die Methode mag unorthodox erscheinen, aber an dieser Maschine ist kein Teil mehr leichtgängig.

190817 DSC04372

Nach erfolgreicher Kurbelei mit der Stockwinde ist der geöffnete hintere Stangenkopf vom Kurbelzapfen geglitten. Tatsächlich hängt er noch frei in der Luft, die zur Sicherheit eingehängte Tragschlinge ist noch lastfrei. Die Treibstange wird nur durch Korrosion im Kreuzkopfbolzen gehalten.

190817 DSC04374

Viele Wärme und Hammerschläge hat es gebraucht bis der Bolzen aus dem Kreuzkopf ausgebaut war. Hier nach Demontage der Treibstange die ausgebauten Lagerschalen vom vorderen Treibstangenlager.

190817 DSC04377

Für die nächsten Arbeiten - Demontage des Bremsgestänges und Abbau der Achslagerstege - wird die Lok über der Grube wieder auf ihre Räder gesetzt.

Die Bohrungen der beiden vorderen Treibstangenköpfe werden ausgedreht. Hierzu ist eine präzise Ausrichtung und Fixierung des Treibstangenkopfes auf der Planscheibe der Drehbank erforderlich. (VoR).

IMG 20190815 WA0007

Das Bremsgestänge von unserem Bielefelder PwPost nimmt Gestalt an.


190809 Bremse BK38

Rechts ist das hintere Treibstangenlager offen und der Kreuzkopfbolzen draussen. Die Kolbenstangenstopfbuchse ist zerlegt und der Kolben mit Kreuzkopf so weit nach vorne geschoben wie möglich. Das Abnehmen der Treibstange scheitert noch an ein paar Millimetern. Auch auf der linken Seite ist der Schieber und die Schwinge ausgebaut. An der Verbindung Schieberschubstange/Hängeeisen ist der Kegelstift schon ausgebaut, die Gelenke Schieberschubstange/Hängeeisen und Hängeeisen/Aufwerfhebel lassen sich mit Gewalt bewegen. Als Nächstes muss hier der Bolzen zwischen Schieberschubstange und Hängeeisen entfernt werden, damit die Steuerungsteile ausgebaut werden können (TK).

14g Kreuzkopf rechts 07 08 2019 Kopie klein

Aus der Werkstatt der Vale of Rheidol Railway gibt es einen neuen Statusbericht zu den Arbeiten am Triebwerk der RUR: Bisher konzentrierten sich die Arbeiten auf die Ausrichtung der Zylinderbohrungen, der Kreuzköpfe und der Antriebsachse zueinander. Hierzu gehört das Bearbeiten der Zylinderdeckel und der Stopfbuchsenbohrungen passend zur Zylinderachse, die Nachfertigung von Stiftschrauben, die Anfertigung neuer Gleitplatten und die Montage und Justage der Gleitbahnen für den Kreuzkopf. 


IMG 20190730 151249 Kopie

Ein Blick von oben auf die Schieberspiegel und die Kreuzkopfführungen. Rechts gerade noch im Bild die rechte Kurbel der Treibachse. Beim genauen Hinsehen sind auch die beiden Drähte zu erkennen, die als Bezugsachsen für die Ausrichtung der Zylinder und der Treibachse dienen. 

IMG 20190730 151300 Kopie

Heute war die Fotosafari beim DEV. PLETTENBERG mit den OEG Güterwagen im Vilser Holz (Ernst Pfeffer).

a467514c 9316 459d b5aa 0410db75576a

Heute nachmittag wurde nach Nacharbeiten in Klostermansfeld der OEG 886 in Bruchhausen-Vilsen angeliefert. Zusammen mit dem OEG 866 ging es dann hinter dem SKL 1 FRIEDHELM auf eine erfolgreiche Probefahrt nach Heiligenberg und zurück. 

c6fdbb06 e71f 4236 bcc9 c9640c59977a

Eine restaurierte Postkarre bereichert unsere Sammlung.

190730 Postkarre 1

Ein "Vorher"-Bild: Verschiedene Schäden am Holz der Karre mussten behutsam ausgebessert werden. Deshalb haben wir uns entschieden, die Postkarre auch nicht mit ihrer abblätternden Farbe zu belassen, sondern neu zu streichen. Als Vorlage für den Anstrich diente die originale gelbe Farbe, die unter einem grau-blauen Zweitanstrich zu finden war.   

190730 Detail 1

 

Auch ohne CNC-Technik ist es möglich, auf einer Hommel UWG Radien zu drehen. Da für die Linsen der Strahlpumpendampfleitung (NW 40, Radius 70 mm) der Durchmesser der Planscheibe nicht ausreichte, wurde noch eine Konstruktion geschnitzt, die den zu fertigenden Radius weiter erhöht:

Radiendrehvorrichtung

Hier der erste Drehversuch (PK).

Linsen dehen

 

Heute sind drei weitere O-Wagen in Bruchhausen-Vilsen eingetroffen. Hier die Wagen letzten Freitag beim Aufladen in England (AKL).

20190719 141104

Gestern ist es uns gelungen, den Verschluß des Treibstangenlagers rechts nach außen herauszubekommen und die Lagerschale zu lösen - man kann jetzt den Stangenkopf auf dem Zapfen verschieben. Weiterhin sind die Kuppelstangenlager 2 und 4 rechts geöffnet (Stellkeile raus und Lagerschalen lose). Die Kurbelzapfen der Achsen 2 und 4 sehen nicht mehr schön aus, da aufgrund der Seitenverschieblichkeit ein Stück der Zapfen aus dem Lager herausschaut und dementsprechend der Witterung ausgesetzt ist.

Anschließend haben wir die rechte oberen Gleitbahn abgebaut. Zwischen Gleitbahn und Kreuzkopf befand sich jede Menge Schuppenrost. Die Gleitplatten - infolge der massiven Korrosion unbedingt zu ersetzen - sind aufgeschraubt, sodass ein Austausch (C45, gehärtet und geschliffen) kein Problem sein sollte.

Gleitbahn Schuppenrost

Interessanterweise sitzen im Kreuzkopf keine Rg-Gleitplatten - der Kreuzkopf hat einen Weißmetalleinguß. Hier werden wir Rotgußplatten einbauen, die ggf. auch noch ausgegossen werden können.

Kreuzkopf

Weiterhin haben wir die Kolbenstangenstopfbuchse geöffnet: Die Kolbenstange sieht besser als die Schieberstange aus. Offen ist, ob die Stange noch durch ein Aufspritzen gerettet werden kann oder wir besser gleich eine neue Kolbenstange anfertigen.  Die Halbschalen der Tragbuchse waren hingegen noch so ölig, dass wir sie vor dem Kennzeichnen mit Lackstift im Teilereiniger sauber machen musste. Links im Bild die Stopfbuchsbrille.

Stopfbuchsbrille

Noch viel Freude werden uns noch der Kreuzkopfbolzen und der Gelenkbolzen zw. Haupt- und hinterer Nebenkuppelstange bereiten. Beide sitzen noch bombenfest. Falls sich Kreuzkopfkeil und/oder Kegelverbindung nicht im eingebauten Zustand lösen lassen werden wir ggf. die Kobenstange opfern (PK).

 

Die ersten acht OEG - Güterwagen sind für die Fotosafari und den "Tag des Eisenbahnfreundes" bei der Museums-Eisenbahn in Bruchhausen-Vilsen eingetroffen. Vor dem Einsatz werden die Wagen einen Sachverständigen untersucht und geprüft (Wiederkehrende Untersuchung nach § 32 ESBO). Für die Untersuchung wurden die Wagen aus der Wagenhalle gezogen und dann einzeln oder im Päärchen auf die Untersuchungsgrube rangiert.  

190720 DSC04289

Arbeitsvorrat vor der Werkstatt des DEV. Ohne die Hilfe der Aktiven vom DEV und des Fahrzeughalters MME bei den Arbeiten im Hintergrund wären Fotozüge mit unseren Güterwwagen nicht möglich. 

190720 DSC04310

Bis auf die Achsgabelstege sind alle Teile am Fahrgestell montiert und auch das Bremsgestänge funktioniert gut. Nächste Woche werden das Bühnengeländer mit dem Hebel der Gewichtsbremse angebaut. 

190711 BPwPost6

Zum Abziehen der Schwingenstange von der Gegenkurbel kam auf der Heizerseite ein handelsüblichen Abzieher zum Einsatz. 

190713 DSC04257

Dass die Konstrukteure bei Krauss in der Querbohrung der Stellkeile der Kuppelstangen eine Gewinde vorgesehen haben, wird kein Zufall sein: So konnten wir uns einen einfacher Abzieher bauen, um die Stellkeile - nach Ausbau der Stellkeilschrauben - nach vorne aus den Stangenköpfen zu ziehen. 

190713 DSC04260

Mit unser Vorrichtung aus 2 Platten, 4 Gewindestangen, einem Kurzhub-Hydraulikzylinder, Hüsen und Druck-Bolzen konnten wir endlich den Verbindungsbolzen zwischen Schwinge und Schieberschubstange herausdrücken. Zum Herausheben der Einheit aus Schieberschubstange und Voreilhebel aus der Lok leistete ein Hubwagen gute Dienste.

190713 DSC04262

In Ergänzung zum Eintrag von gestern erreichte uns heute von Alan Keef eine aktuelle Aufnahme vom OEG 1017:

D190712 SCN1193 Kopie

Bei Alan Keef wurde am 3. Juli mit der Aufarbeitung der beiden O-Wagen OEG 1017 und OEG 1024 begonnen. Im ersten Schritt werden nach der Bestandsaufnahme alle Bretter - oder was davon noch übrig ist - losgeschraubt und die Achsen, Bremsanlage, Zug- und Stroßvorrichtung und alle übrigen Anbauteile demontiert, damit der Rahmen zum Sandstrahlen gehen kann. Hier der Wagen 1017 im "Vorher"-Zustand. 

190711 DSCN1095

Nach dem Entfernen einer Buchse konnten wir heute den Flachschieber auf der Lokführerseite ausbauen. Links im Bild der Flachschieber,mit der Untersetie nach oben, rechts daneben die Stange vom Flachschieber. Deutlich sind die Korrosionsnarben an der Stange zu sehen. Hier werden wir Material aufspritzen lassen. 

190706 IMG 3061

Blick auf die Einströmkanäle.

190706 IMG 3063

Nach viel Mühe ist auch die Schwinge ausgebaut. Im Unterschied zur normalen Heusinger-Steuerung ist die Kulisse bei der Krauss-Lok gerade und nicht gekrümmt.

190706 IMG 3062

 

Nach einem Sprichwort haben Katzen 7 Leben. Mit dem Personenwagen OJB 23 haben wir jetzt ein Fahrzeug geholt, das bereits dreimal "auf dem Rand stand" und viermal seinen Standort gewechselt hat. Zur Geschichte:

1908 bestellte die Langenthal-Jura-Bahn LJB für ihre Strecke Langenthal - Niederbipp - Oensingen zwei zweiachsige Personenwagen C23 und C24 bei der "Schweizerischen Wagons- und Aufzügefabrik AG, Schlieren-Zürich" (SWS). Die Wagen waren mehr oder weniger Nachbauten der beiden ersten Personenwagen C21-22 der LJB, die jedoch von der Prager Waggonfabrik Ringhoffer gebaut worden waren. Ursprünglich hatten die Wagen der LJB eine Mittelpufferkupplung; bereits 1916 erfolgte die Umrüstung auf die automatische +GF+-Kupplung. 1958 fusionierte die LJB mit der Langenthal-Mechnau-Bahn zu den Oberaargau Jura-Bahnen (OJB). Folgerichtig wurde der Personenwagen LJB C 23 in OJB B 23 ungezeichnet. Sonst weitgehend unverändert war der Wagen bis 1966 im Einsatz, danach bis zum Erreichen des Rentenalters bis 1973 auf einem Gleis hinter der Werkstatt der OJB abgestellt. 
Den ungewöhnlichen weiteren Lebensweg des OJB 23 hat Werner Hardmeier in einem lesenswerten Beitrag bei Drehscheibe online ( " (CH) OJB/SNB, die unglaubliche Rückkehr von B2 23 (SWS 1908) auf die OJB-Gleise"   https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?017,8044423,8044423#msg-8044423  ) geschildert:

"Ein Privatmann aus Oensingen kaufte ihn, montierte ihn auf einfache, aber sichere Rollböcke für den Transport auf der Strasse und stellte ihn geschützt unter. Ein Teil der Inneneinrichtung wurde zugunsten einer Bar entfernt, ansonsten blieb der Wagen unverändert erhalten. Am jährlichen Fasnachtsumzug und bei anderen grossen Dorffesten wurde der Wagen durch Oensingen geschleppt. ....  Der gute Zustand ermutigte eine Gruppe von interessierten Fotografen, den schönen Schlieren-Wagen OJB B2 23 von 1908 im März 1984 für eine Extrafahrt auf die OJB-Gleise zurückzuholen.... Unglaublich, aber wahr: Die +GF+-Kupplung funktioniert auf Anhieb, die Druckluft aus dem Triebwagen erreicht den Anhänger problemlos, das Bremsgestänge reagiert wie gewünscht. Die Gleitlager des Wagens haben schon vor der Fahrt die nötige Aufmerksamkeit erhalten. Der Wagen hat die lange Abstellzeit hervorragend überstanden. ...Der Wagen kam nach den Fahrten wieder nach Oensingen zurück, später gelangte er in die Obhut des geplanten Bahnmuseums Kerzers-Kallnach."

Das private Bahnmuseum Kerzers-Kallnach von Roger und Rolf Wymann nutzte ein Gelände mit Gleissanschluss einer großen Giesserei in Kallnach. Leider kündigte die Giesserei im Jahr 2014 an, dass sie das Gelände künftig selber benötige und das Museum das Gelände bis Ende 2017 räumen müsse. Seitdem bemühen sich Roger und Rolf Wymann für die gesammelten Fahrzeuge eine neue Heimalt zu finden, sei es durch Verkauf oder als Dauerleihgabe. Kleinbaan kaufte vor 2 Jahren in Kallnach bereits eine Schweineverladerampe.

Da sich für den Personenwagen OJB B23 und vier weitere meterspurige Güterwagen in der Schweiz kein Interessent fand, kauften wir Ende 2018 die Fahrzeuge. Neben dem Personenwagen handelt es sich um einen ehemaligen Gepäckwagen der GFM (zuletzt Fahrleitungsbeobachtungswagen) X 1001, zwei gedeckte Güterwagen der Biel-Täuffelen-Ins-Bahn und einen Schneepflug der Appenzeller Bahnen X 806, der im Kern noch aus dem Jahr 1886 stammt. Dazu kommt noch ein Anhänger zum Straßentransport meterspuriger Wagen - besagtes Fahrzeug aus dem Zubehör zum Personenwagen OJB 23. Ferner konnte, wie schon früher vermeldet, eine Menge Steinkohlenbriketts erworben werden, die zu Schauzwecken genutzt werden sollen. 
Nach einer aufwändigen Transportplanung haben wir in der Zeit vom 25. bis 27. Juni 2019 die Wagen abgeholt. Die Verladung mit zwei Lkw-Kränen war auf dem Gelände in Kallnach nicht in allen Fällen einfach. Insbesondere der Schneepflug mußte mehrfach angepackt werden, um ihn an einen Platz zu bekommen, wo er auf den für ihn vorgesehenen Anhänger verladen werden konnte. Auf der Autobahn A5 und A61 erregte der ungewöhnliche Konvoi jedenfalls einiges Aufsehen. Wir danken der Firma Remmers und ihren Mitarbeitern für hervorragende Arbeit, trotz der im Schweizer Mittelland an diesen Tagen extremen Hitze.

DSC03211
So fing es an: Ein Unterwegshalt in Kallnach am 9. Mai 2018. Mit dem letzten Büchsenlicht konnte der OJB 23 noch abgelichtet werden. Der Wagen steht auf einem Transportwagen für die Straße (R. Molz).

DSC03214
Ein Blick in den Innenraum war möglich. (R. Molz).

 DSC 9488 klein
Verladen des AB-Schneepflugs in Kallnach am 26. Juni 2019. (M. Kilb)

DSC 9499 klein
Aufstellung des "Konvois" auf dem Zollhof. In Summe waren drei Semi-Tieflader, ein Kranwagen mit Anhänger und ein Planen-LKW (im Hintergrund zu sehen) im Einsatz (M. Kilb).

DSC 9503 klein
X 1001 der GFM. Ein restauriertes Schwesterfahrzeug ist als PwPost bei der Museumsbahn Blonay-Chamby im Einsatz. Im Hintergrund der G-Wagen 581 ex BTI (M. Kilb).

IMG 6405
Der Schluß des Konvois auf der Autobahn in Höhe von Karlsruhe. (Daniel Saarbourg). 

 

 

Zur Montage des Triebwerks ist, im Unterauftrag von Alan Keef Ltd, das Fahrwerk der RUR bis Oktober in der Werkstatt der Vale of Rheidol Railway in Wales.

190618 IMG 2153

Der vierachsige O-Wagen OEG 801 ist fertig restauriert. Gestern wurde er aus der Montagehalle von Alan Keef Ltd in Mitcheldean herausgezogen. Der Wagen wird nächste Woche direkt nach Bruchhausen-Vilsen gebracht und dort im August und September in verschiedenen Sonderzügen eingesetzt.

DSCN1010 Copy

Heute gingen die Demontagearbeiten an der Dampflok EKB 14g in Hüinghausen weiter. Auf der Heizerseite konnten wir neben diversen Kleinarbeiten die Lenkerstange und Lenkeransatz am Kreuzkopf abbauen. Auf der Lokfüherseite haben wir es endlich geschafft, die Schieberstange vom Gestänge zu trennen.

DSC04254

 

Heute haben wir zu Zweit weiter das Fahrwerk der E.K.B. 14g demontiert. Die Verabreichung von Rostlöser in den letzten Wochen und ein mehrmaliges Hochziehen und Runterdrücken hat bewirkt, dass wir heute die Schwingenstange auch ohne schweres Gerät von der Gegenkurbel abziehen konnten. Ein unerwarteter Nebeneffekt: Der Zapfen, der vor 4 Wochen noch bombenfest in der Gegenkurbel stecke, war nach Abziehen der Schwingenstange ebenfalls lose und konnte per Hand aus der Gegenkurbel herausgezogen werden. 
Nach Abnahme eines Teils des Umlaufes konnten wir den Schieberkastendeckel auf der Lokführerseite abheben und einen Blick auf den Flachschieber werfen. Da die Kollegen der Sauerländer Kleinbahn heute einen gut besuchten Betriebstag hatten, kamen auch viele Besucher in die Werkstatt und schauten uns über den Rücken - gewissermaßen heute ein Arbeiten in der "gläsernen Werkstatt". Selbstverständlich hatten wir auch die Zeit und Muße, die vielen Fragen der großen und kleinen Besucher zu beantworten. (RM).

DSC04247 Kopie 

Neben Stückkohle wurden früher auf Dampflokomotiven auch Steinkohlebriketts verfeuert. Die großformatigen Briketts waren gerade auch bei Dampfstraßenbahnen beliebt. Lokbriketts wurden in Belgien noch bis 1990 gepresst und bis zum Schluß z.B. bei der Brienzer Rothhornbahn verfeuert.
Von einem Dampfwalzenfreund konnten wir jetzt eine Partie Lokbriketts erwerben. Die Briketts sollen noch aus der Schweizer Kriegsreserve stammen. Die ca. 8 kg schweren Briketts sind mit " Z I Ö " gestempelt. Vielleicht kann ein Leser sagen, aus welcher Brikettfabrik die Briketts stammen. Die Abholung eines Güterwagens nächste Woche aus der Schweiz wird genutzt, um die Briketts mitzubringen. Vor Pfingsten wurden die Briketts in den Güterwagen verladen (MK).

Vom Zechenexperten haben wir zwischenzeitlich den Hinweis bekommen, das ZÖ wahrscheinlich für die traditionsreiche Dortmunde Zeche Öspel. Die Zeche Öspel besaß eine eigene Brikettfabrik und wurde bereits 1962 stillgelegt.

DSC 9455 reduziert Kopie

Beide Achsen sind eingebaut und der Rahmen ist wieder in die richtige Lage gedreht. Durch das Innentriebwerk ist ohne Kessel und Aufbau auf dem ersten Blick vielleicht nicht zu erkennen, daß hier das Fahrwerk einer Dampflok steht.

IMG 2150

Die Anschriften am Güterwagen OEG 801 entstehen...

IMG 20190610 WA0000 

Am 3. Juni wird die Triebachse zur Probe in die Achslager gelegt. (Der Rahmen der Lok liegt auf dem Rücken).

IMG 2134 Kopie

Hier sind bereits beide Radscheiben aufgezogen und die Achse hängt über dem ersten Radreifen, der zum Aufschrumpfen nachfolgend erwärmt wird.

IMG 2143 Kopie

Die Radscheibe ist abgesenkt und der Radreifen wird aufgeschrumpft. Das rote Schild warnt davor, Radreifen und Radscheibe lieber noch nicht anzufassen.

IMG 2146 Kopie

Nach dem Wenden wird das Procedere mit dem zweiten Radreifen wiederholt.  

IMG 2147 Kopie

Heute war die konstruierte Vorrichtung zum Auspressen der Bolzen erstmalig im Einsatz. Die Vorrichtung hat sich als prinzipiell brauchbar herausgestellt. Allerdings zeigten die Baumarktgewindestangen nach dem Einsatz einen deutlcihen Verschleiß am Gewinde und das  Auspressen eines Bolzens hat etwa eine Stunde gedauert. Für den nächsten Einsatz ergänzen wir die Vorrichtung um einen Hydraulikzylinder zum Drücken.  

Bolzenpresse 1 Kopie

Nachdem sich zunächst überhaupt nichts bewegen wollte, konnte man nach jeweils einigen kräftigen Hammerschlägen die Muttern etwa einen Gang nachziehen, bis schließlich nach einem lauten Knall alle Schrauben lose waren. Diese Spiel wiederholte sich etliche Male, bis sich der Bolzen endlich geschlagen gab:

Bolzen 1 Kopie

Es mußten im Verlauf des Ausbaus immer mal wieder weitere Preßdorne (hinten) bzw. Stützbuchsen (vorne) eingelegt werden:

Bolzenpresse 3 Kopie 

 

 

Die Stirnwand vom Güterwagen OEG 863 ist mit Bremsersitz, Trittstufen, Griffstangen, Spindel der Handbremse und der Bremsleitung komplettiert. Zur Lackierung müssen die Bretter und Beschlagteile wieder demontiert werden. 

190524 DSCN0908 Kopie

Seit einem Unfall des zuständigen Lokschlossers ruhten seit Dezember 2018 bei Alan Keef die Triebwerksarbeiten an unserer Lok RUR. Seit diesem Monat wird an der Treibachse wieder gearbeiten. 

I190524 MG 2121 Kopie

RhB 2207 ex. Buffetwagen DEV 15 ist an die Sauerländer Kleinbahn ausgeliehen, wo er zunächst als stationäre Erweiterung des Cafés in Hüinghausen dient. Am Samstag wurde der Wagen vor dem ersten Einsatz von den Kollegen der SKB erstmal gründlich gereinigt und geputzt.

190519 DSC04002

Recht unspektakulär war sein letzter Betriebstag bei der Museumsbahn Bruchhausen-Vilsen - Asendorf am 28. April 2019, als er mit einer Überführungsfahrt nach Heiligenberg verbracht wurde. Hier ein Foto an diesem Tag auf der Drehscheibe in Bruchhausen-Vilsen (M. Kilb).

DSC 9324 klein

Heute haben wir die Verkleidung des Schieberkasten-Deckels abgebaut. Das Lösen der Mutter am Schieberkastendeckel ging - dank Rostlöser und Schlagschrauber - einfacher als gedacht. Zum Abheben des Deckels muss das Deckblech vom Umlauf noch entfernt werden. 

190519 DSC04001

Heute haben wir mit der Demontage des Fahrwerks begonnen. Der Lokschuppen in Hüinghausen bietet optimale Arbeitungsbedingungen.

190511 DSC04664

Ein paar Stunden später sind die Zylinderdeckel demontiert. Kolben und Zylinder auf der Lokführerseites sind in einem guten Zustand. In den Zylinder auf der Heizerseite war in der langen Abstellzeit Wasser eingedrungen - hier ist mehr Arbeit erforderlich.

190511 DSC04667

Alle Bolzen im Gestänge sitzen bombenfest. Auch ein "warm-machen" reicht zum Lösen nicht aus. Zunächst wurden alle erreichbaren Stellen mit Rostlöser geflutet, Muttern gelöst und Splinte gezogen. 

IMG 2928 Kopie

Heute war der Tag der Transporte: Die Rahmen von vier O-Wagen aus Pommern gingen als Arbeitsvorrat / Teileträger nach Hüinghausen. Im Gegenzug wurde der G-Wagen OEG 366 abgeholt. Aus Bruchhausen-Vilsen kam der RhB 2207 (früherer Buffetwagen DEV 15), den wir an die Sauerländer Kleinbahn ausgeliehen haben. Dafür ging mit der Rückfahrt des Tiefladers der Personenwagen BTB 55 ins Lager nach Veendam. Da zum Auf- und Abladen vor Ort in Hüinghausen bereits zwei Kräne waren, wurde die Gelegenheit genutzt, den Rahmen der  Lok 14g von Wetzlar nach Hüinghausen zu bringen. Hier werden in den nächsten Wochen die Stangen und Achsen abgebaut und der Rahmen der Lok vermessen.

Rahmen der Lok 14g, abgeladen auf zwei Transportgestelle (BR).
190507 14g bei MME Kopie

BTB 55 und OEG 366 in Hüinghausen bereitgestellt für die Verladung.

DSC03821

Mit dem RKB 224 ist der vierte O-Wagen der ehemaligen Lenz-Bahnen in Pommern fertiggestellt. Aus Liebe zum Detail: Die Bogenklammer-Schrauben zur Befestigung der Verbretterung sind mit Vierkant-Muttern statt heutiger Sechskantmuttern festgeschraubt, wobei auch auf die Ausrichtung der Muttern geachtet wurde. Die Seitenwände haben unten Löcher, in die Brechstangen zum Ausheben der nur eingesteckten Seitenwände eingesetzt werden können. Die O-Wagen konnten so zu Flachwagen umgerüstet werden.  Inwieweit dies bei den Kleinbahnen auch genutzt wurde ist offen. Im Laufe der Jahrzehnte sind bei Neuverbretterung die Löcher zumeist weggefallen, oder die Seitenwände wurden gleich durch Schrauben, Niete oder Schweißnähte festgesetzt. 

IMG 20190503 163114 

Vom Rahmenwasserkasten an unserer Dampflok 14g ist das Deckblech abgebaut und vom Bodenblech sind die Ablagerungen aus Jahrzehnten enfernt worden. Jetzt sind die beiden Mannlöcher im Boden sichtbar. Diese wurde wahrscheinlich selten - wenn überhaupt -  benutzt, da zur Begehung erst das Bremsgestänge unter der Lok abgebaut werden musste und man sich dann an den Achsen vorbei zwängen durfte. Die Höhe der entfernten Sedimente legt nahe, dass dies nie gemacht wurde.

190503 IMG 2913 Kopie

Für die Instandsetzung der Hilfsventilsitze der Injektordampfventile wurde die Ventilstze ausgedreht und zwei passende Ringe gedreht. 

Ventilkegel vorbereitet

Hier sind die Ringe in die beiden Kegel mit Silberlot hart eingelötet und überdreht - damit sind die Hilfsventilsitze fertig.

190502 Ventilkegel fertig Kopie

Auch alle Stiftschrauben am Dampfverteiler sind überarbeitet und mit reichlich Graphitfett eingesetzt - in der Hoffnung, dass diese später nicht so schnell festgammeln. Vorne am Dampfverteiler ein Doppelnippel mit dem Gewinde W 23 x 1/14" zum Anschrauben des Druckmesserhahns.

190502 Armaturenstutzen 30042019 Kopie

Auch der O-Wagen OEG 863 nähert sich seiner Fertigstellung. Wenn alles klappt, können wir unsere OEG Güterwagen-Garnitur aus dann 11 O-Wagen noch in diesem Jahr bei einer Sonderveranstaltung einsetzen. 

190417 OEG 863

Am Rahmen vom FKB 6 wird die Aufnahme für die durchgehende Zugstange instandgesetzt.
190419 BPwpost6 Fahrgestell Kopie

Die Wände und Türen vom O-Wagen RKB 224 sind verbrettert.

ATT00002 1 Kopie

Die Wände und die Türen vom OEG 801 sind montiert. Jetzt fehlt nur noch die grüne Lackierung und die Beschriftung und der Wagen wird wie geplant im Mai 2019 fertig sein.

DSCN0772

Die Führerhaus-Rückwand mit dem Kohlenkasten sind vom Rahmen abgebaut.

IMG 2835

Der Rahmen ist nach Augenschein in einem guten Zustand und hat auch im Bereich des Aschkastens keine relevanten Abzehrungen.

DSC03966

Auch vom Aschkasten selber ist nach 50 Jahren Abstellung im Freien mehr erhalten als erwartet.

IMG 2834 Kopie 2

Am Christbaum (oder Hirschgeweih - das ist eine bayrische Lok) der 14g wurden die 3 Linsensitze nachgearbeitet. Wichtig ist hierbei eine sorgfältige Ausrichtung und sicherer Befestigung auf der Planscheibe der Drehmaschine. (TK)

Christbaum Flansch Kopie

Eine positive Überraschung nach dem Reinigen: Die Flansche sind aus Messing. So gut es ging wurden die Teile poliert. Die Stützen sind gestrahlt und lackiert, die Bolzenbohrungen nachgerieben.

Injektordampfventile

Für neue Holzhandgriffe wurde ein Schaufelstiel geopfert.

Hahngriff drehen

Hier sind die neue Griffe lackiert und sind auf den entrosteten Hebeln der Stoßventile montiert. Auf dem Papier liegen neue Bolzen für die Hebelgelenke. (PK)

Hanhgriffe Bolzen

Für die Neuanfertigung der Gewichtsbremse am BPwPost 6 und am FKB 10 wurden in CAD nicht nur die Einzelteile konstruiert, sondern in CAD die Teile auch auf vereinfachte Wagenkästen "montiert" - so kann überprüft werden ob später aller richtig zusammenpasst. (Zeichnung M. Koerdt).  

Halter mit Klampe Kopie

Als Flachwagen wäre der RKB 224 jetzt schon fertig. Noch fehlen dem O-Wagen aber noch seine Wände und die Klapptüren.

190324 RKB 224

Schon deutlich gerupft sieht jetzt unsere Lok 14g ohne Kessel, Wasserkästen und Führerhaus aus. 

DSC03892 1

Nein - kein Vereinstreffen der Wischmopp Freunde Niederrhein!
Neue Schmierpolster für die Gleitlager vom Personenwagen StMB 13 und vom Kehdinger Güterwagen 26.

Foto0192

Der "Christbaum" unserer großen Krauss-Lok ist jetzt zerlegt. Eine Überraschung ist, dass die Gewinde im Gehäuse nicht das typische Lokomotiv-Gewinde W 1/10" nach LON haben, sondern hier Gewinde mit 11 Gang oder 9 Gang / Zoll zu finden sind.
11 Gang / Zoll ist offenbar zu Länderbahnzeiten ein typischen Gewinde bei Krauss gewesen, während in die LON der 1920er Jahre dann die preußischen Lokomotiv-Gewinde aufgenommen wurden.


Armaturenstutzen 14g 2

Die Holzarbeiten am OEG 801 sind gestartet.

IMG 20190312 WA0009

Seit letzter Woche ist eine alte Bandsäge der Firma Kirchner aus Leipzig in der Sammlung. Unter und über dem Firmen-Logo Plaketten der Weltausstellungen in Chicago (1893) und in Paris (1900). 

190314 Bandsäge Kopie

Der "Christbaum" (Dampfverteiler) unserer Dampflok 14g ist zerlegt.

190311 Armaturenstutzen 14g Kopie

Das sind die Innereien eines Injektordampfventils. Bei beiden sind die Spindeln verbogen, müssen also neu angefertigt werden. Die Ventilsitze im Armaturenstutzen sind noch ganz gut und sollten nur eingeschliffen werden müssen. 

190311 Injektordampfventil Einzelteile 14g Kopie

Die Enden der Hebel der Injektorventile sind an den Enden dünn ausgeschmiedet - eher ungewöhnlich. Daraus resultierende Schwierigkeit: Die Hahngriffe müssen eine kegelige Bohrung erhalten.

190311 Injektordampfventil Hebel 14g Kopie

Der obere Griff stammt von einem der Injektordampfventile, der untere ist vom Graugusshahn. Sie weisen beide dieselben Abmessungen auf - möglicherweise ist das die "Originalausführung". Damit das Ende nicht aufplatzt, ist hier ein Stück Messingrohr aufgeschoben. Während preußische Loks an Anstellventilen Handräder hatten, waren bei bayrischen Loks nicht nur an den Hähnen, sondern auch an Ventilen solche Griffe in Form von Hahnküken zu finden. 

190311 Hahngriffe 14g Kopie

Auch in der Werkszeichnung von Krauss sind auf dem Führerstand nur Armaturen mit Griffen statt mit Handrädern eingezeichnet.

Bildschirmfoto 2019 03 13 um 21.54.22

 

Der Friedmann Öler für unsere Krauss Lok 14g ist lackiert und alle Messingteile sind mit Autosol poliert. Innen wurden der Öler und sein Filter nach Friedmann-Vorschrift mit Petroleum gereinigt.  

190308 IMG 2800 Kopie 2
Alle Messingschilder auf dem Öler sind auf Schwedisch. Daher ist anzunehmen, dass der Öler erst in Finnland angebaut wurde (Schwedisch war in Süd-Finnland eine Amtssprache). 

Früher, wohl bis zum Beginn der 1920-er Jahre, waren in Bahnpostwagen sogenannte "Bindfadenkörbchen" im Gebrauch. Danach kamen Bindfaden auf Rollen. Eine historische Zeichnung aus der Sammlung von Klaus Wolff wurde mit CAD in eine 3D-Konstruktion umgesetzt, mit der dann ein Urmodell im 3D-Druck erstellt wurde. Gestern ist vom Probeabguß das erste Muster angekommen, dem allerdings noch ein paar Bohrungen für die Befestigung an der Wand und für die Führung des Bindfadens fehlen. Auch ist der “Knopf” oben nicht so eichelförmig geraten, wie er auf der Zeichnung dargestellt ist, ist aber ein eingeschraubtes simples Drehteil, das sich leicht ersetzen lassen wird. (Aufnahmen Wolf Groote).

190308 Bindfadenkörbchen Kopie

B190308 indfadenkörbcen Nachguss Kopie

Als Unbeteiligter könnte man die Rohrstücke auf dem Flachwagen vor dem Drehgestell-Rahmen für Reste halten, die beim Aufräumen vergessen wurden. Tatsächlich sind dies aber Werkzeuge, die speziell für das Nieten am Drehgestell angefertigt bzw. angepasst wurden:
Beim Nieten muß der Niet von der Rückseite gegengehalten werden. Hilfreich ist hierfür ein pneumatischer Gegenhalter (links im Bild). Der Gegenhalter muss sich dabei aber auch - eigentlich naheliegend - irgendwo abstützen. Vor dem Nieten ist also zu überlegen, auf welchem Träger auf der "Gegenseite" sich der Gegenhalter jeweils abstützen kann und über welche Hilfkonstruktion dies geschieht, falls der Abstand zu groß ist oder eben kein Träger an der passenden Stelle vorhanden ist. Ist dies durchdacht und vorbereitet geht das eigentliche Nieten dann auch vergleichsweise schnell zu Hand. 

190308 Gegenhalter

Im Tagebuch vom 20. Februar hatten wir die Modelle für ein zweiteiliges Achslagergehäuse gezeigt. Hier nun der erste Abguß des Gehäuses.

IMG 20190305 142251 Kopie

 

 

Der Rahmen vom Bielefelder PwPost 38 wird für das Nieten vorbereitet.

190301 BK38 1

Hierzu werden die bisher eingebauten Schrauben ausgebaut und die Bohrung passend für die späteren Niete aufgerieben.

190301 BK38 3

Ein Handwagen für den Gepäcktransport ist zu uns gestoßen.

190226 Marktwagen verkleinert