Der Bodenring mit den bearbeiteten Vorschuhblechen hängt am Kran.

20220228 Bodenring am Kran 150107

Nach dem Drehen wird das Teil zur Passprobe auf den Stehkessel gesetzt. Jetzt wird auch ersichtlich, warum die Seitenbleche beim Abtrennen der alten Blechstreifen "Nasen" erhalten haben, damit es zu keiner Nahtanhäufung beim Schweißen kommt. 

20220301 Ring auf Stehkessel 142412

Zur Herstellung der sich überlappenden Bleche am genieteten Bodenring müssen die Blechstreifen, die unter Stehkesselvorder- bzw. Rückwand geschweißt werden, genau an die Bodenringkontur angeschmiedet werden.

20220223 Blech erwärmen 102020

Anschließend erfolgt das Abfräsen in der Ebene der Bodenringaußenseite, damit auch die Seitenwände des Stehkessels darüber passen.

20220225 Fräsen Blech Bodenring 120252

Das Ergebnis nach dem Überfräsen.

 20220225 Befräster Ring 162835

Bohren der Flanschbohrungen an den Abdampfkrümmern:

AusstrC3B6mkrC3BCmmer bohren

Danach wird das andere Ende des Krümmers ausgespindelt zum Einlöten des Abdampfrohres.

AusstrC3B6mlrC3BCmmer spindeln

Nach dem Bild vom Vortag mit dem Lokkasten der RUR in Mönchengladbach ein Sprung 900 km weit nach Osten: In Zamberk haben die Nacharbeiten an den Achslagern begonnen:

220301 Achslager RUR

Das hintere Rückwand- /Seitenwandblech der RUR mit deutlichen Spuren der Richtarbeiten, die an den senkrechten Eckstützen noch erforderlich waren.

Beblechung hinten

Der Kühlwasserbehälter / Behälter zum Niederschlagen des Abdampfes aus dem Dachkonsensator ist mit eingezogenen Heftschrauben zum Nieten vorbereitet.

KC3BChlwasserbehC3A4lter

Gut sichtbar ist hier die aufgebrachte Rostschutzfarbe. Nach dem Nieten wird der Behälter von innen gestrahlt; die freiliegenden Blechpartien sind deshalb nicht grundiert. 

KC3BChlwasserbehC3A4lter2

Das Läutewerk der RUR ist zurück aus Mönchengladbach. Letzten Samstag konnte ich bei einem Eisenbahnfreund ein Latowski-Läutewerk besichtigen, das ebenfalls eine Glocke aus Messing oder Rotguß hat. An dieser Glocke sind Gußzeichen von Latowski in Breslau zu erkennen. Folglich sind Läutewerke mit messingfarbenen Glocken keine reine Erfindung der Modellbahnindustrie. Allerdings ist diese Ausführung sehr selten; Standard waren Gussstahlglocken.

LC3A4utewerk

Diese Woche ging es in Hüinghausen weiter mit dem Tender der E.K.B. 14g. Zur Vorbereitung der Nietarbeiten mussten einige Profile noch nachgebogen und gerichtet werden.

220225 Kohlenkasten 14g

Die EWK haben die Achslager unserer Mudauer Lok in Angriff genommen: Starke Verschleißstellen wurden aufgeschweißt und neu bearbeitet, ansonsten auch alle unebenen Sitzflächen zu den Lagerschalen plan bearbeitet. Nach dem Schweißen mußte noch warm gerichtet werden.

20220122 114042 Kopie

Allerdings sind die Lagergehäuse an den Montageflächen für die Gleitplatten teilweise stark durchgewölbt und müssen auch noch eben gefräst werden. 

20220122 114007 Kopie

 

Für den Stehkessel der MM 4 wurden bei EWK die neuen Vorschuhstreifen zur Vorder- bzw. Rückwand angefangen. Nach dem Anschleifen der Schrägen für die Stemmkanten wurden die Nietlöcher angezeichnet und mit 16mm vorgebohrt. Die Blechstreifen wurden auf dem Bodenring genau ausgerichtet und als Schablone zum Vorbohren des Bodenrings selbst benutzt.

20220218 115157 Kopie

M16-Schrauben haben kaum Spiel, so daß sich Blech und Bodenring beim anschließenden Umbiegen nicht verschieben können. So wurden alle vier Seiten sauber an die Bodenringrundungen angepaßt.

20220221 134045 Kopie

Die Nietlöcher selbst werden erst bei der Endmontage von Bodenring und Feuerbüchse auf Ihr Fertigmaß aufgerieben.

20220221 120331 Kopie

Am Rahmen vom OEG OO 805 wurde mit der Montage der Säulen der Wände begonnen.

220219 Rahmen OEG805 P1040508

 

Über ein Fabrikfoto der Waggonfabrik Görlitz im Archiv des VM Dresden für O-Wagen der Kolberger Kleinbahn haben wir die Beschriftung für unsere Güterwagen RKB 220 - 224 rekonstruiert. Schrifttyp und Größe entspricht den Normalien der K.P.E.V. für die Beschriftung von Güterwagen (Blatt VI 9, 2 Auflage). 
Zur Anbringung der Beschriftung nutzen wir das in einem VDMT-Merkblatt beschriebene Verfahren über Klebeschablone aus Folie, die für uns Daniel Saarbourg erstellt. Gemeinsam begehen wir hier Neuland, weil ein Teil der Beschriftung aus Schattenschrift besteht. Hierzu sind dann zwei Schablonen erforderlich: Eine für die Schrift, eine für den Schatten. Wir sind schon gespannt, wie das in der Praxis klappen wird. Angehängt ein Ausschnitt aus dem Layout der Schablonen.

220219 Beschriftungsschablone RKB

Wieder eine Kleinigkeit, die die Werkstatt ein paar Stunden beschäftigt hat: An der Rauchkammervorderwand der RUR fehlte noch die Aufhängung für den vorderen Sandkasten. Nach dem Studium von Fotos der Aufnahmen auf der OEG 102 und der ZE 607 hat der Kollege passend zu den originalen Haken am Sandkasten die Aufnahmen rekonstruiert und gezeichnet.

220211 Zeichnung Haken Sandkasten Kopie

Und so sehen die Aufnahmen nach der Fertigung aus. 

220212 Halter Sandkasten Kopie

Die Radiendrehvorrichtung funktioniert auch für Dichtlinsen, nachdem Thomas ein Adapterchen gebastelt hat, mittels dessen er die Drehfutter von der UWG auf die Horizontalspindel der Fräse montieren kann. 

220215 Vorrichtung Linsen drehen

Wir haben für die Petroleum-Wandlampen in unseren "Lenz"-Personenwagen vom Glasbläser die Glaskolben samt der Grafitwerkzeuge bekommen.

IMG 20220217 142016

 

Die Bühnentüren sind am Personenwagen FKB 10 montiert. Gut zu erkennen ist der Türanschlag unten und der Türriegel mit Sperrhebel zu Sicherung. 

2200215 Tür FKB10 1

Wir wollten noch das Rätsel auflösen, welches Bauteil auf der Radiendrehmaschine entsteht. Erstmal wird auf der Radiendrehmaschine der Kopf fertig gedreht....

220215 Radiusdrehen

... dann werden auf der Fräse zwei parallele Flächen an den Kopf gefräst...

220215 Fräsen Stütze

--- und schließlich eine Querbohrung eingebracht.

220515 Stütze Betätigungszug

Fertig sind 3 Stützen für zwei Betätigungszüge an der RUR: Eine Stütze ist für den Griff des Umschaltschiebers, die beiden anderen Stützen sind für den Betätigungshebel des vorderen Sandkastens vorgesehen. Mit passenden Füßen (noch anzufertigen) werden die Stützen an die Kesselverkleidung geschraubt.  

Aus einer Horizontalfräse, einem Teilapparat und einem Wohlhaupter UPA3-Ausdrehkopf hat sich Thomas eine Radiendrehmaschine gebastelt.

220215 Radiendrehvorrichtung

Und was aus dem Teil auf der Radiendrehmachine wird, erzählen wir am Wochenende. 

Nachdem vor einigen Tagen in Zamberk bei den Radsätzen der E.K.B. 14g auf einer Seite die Kuppelzapfen eingepresst wurden, gehen jetzt die Radsätze zum Vermessen wieder auf das TOS-Bohrwerk und zum lage- / winkelgerechten Ausspindeln der Bohrungen für die Zapfen auf der anderen Seite.   

220216 Radsatz einpressen1

Ein Blick in die Rauchkammer der RUR. Bei den Henschel-Kastenloks kommt das Blasrohr nicht von unten, sondern von der Seite in die Rauchkammer hinein. Außen sitzt bei der RUR der Umschaltschieber, und dieser wäre anders konstruktiv gar nicht einzubauen gewesen. Über dem Blasrohr ist das Senklot zu erkennen, das zur Ausrichtung die Mitte des Schornsteins anzeigt. Der Funkenfänger ist noch nicht eingebaut.

220212 Rauchkammer Kopie

"Warum gerade,  wenn es auch um die Ecke gehen kann?" Eigentlich sollte der Abdampf zur Minimierung von Drosselverlusten auf möglichst direktem Wege ins Blasrohr gelangen. Dass es auch anders geht, zeigt die Dampflokomotive RUR:
Zunächst wird der Abdampf aus dem Zylinderblock in einem 180 Grad Bogen zurück in den Rauchkammer-Sattel geleitet (dreieckiger Flansch im Bild). Der Rauchkammersattel ist bei der RUR als dampfdichter Hohlraum ausgeführt. Da es dem Abdampf in dieser Kammer irgendwann zu eng oder zu langweilig wird, geht es links aus dem Rauchkammersattel (viereckiger Flansch) wieder hinaus und über einen weiteren +/- 135 Grad Bogen in den Umschaltschieber. 

Wenn es der Abdampf eilig hat (das liegt allerdings im Ermessen des Lokomotivführers), geht es hier dann wieder rechts zurück in die Rauchkammer, und nach einem weiteren Knick dann endlich in das Blasrohr. Wenn es nicht so pressiert, geht es im Umschaltschieber nach oben in Richtung Dachkondensator. Nach gut 15 Metern Reise durch Rohrleitungen - bringe die mal auf einer so kleinen Lok unter - kommt der Abdampf dann niedergeschlagen im gestern gezeigten Kondensatbehälter an - oder wird, wenn er noch nicht niedergeschlagen ist - dort vom kalten Wasser niedergeschlagen. 

220212 Umschaltschieber Kopie

Zusammen mit dem Kondensatbehälter wurde auch der bei Lonkwitz in Wetzlar gefertigte Aschkasten für die RUR abgeholt. Nach der Henschel-Werkszeichnung ist der Aschkasten dreigeteilt; d.h. der "Trichter" vom Aschkasten ist zweigeteilt und kann auch vom Unterteil des Aschkastens losgeschraubt werden.
Ich bin schon auf den Tag gespannt, bei dem wir in x Jahren vielleicht mal versuchen werden, den Aschkasten nach unten aus der RUR auszubauen, um hierbei nicht den Kessel und das Dach abheben zu müssen. 

220212 Aschkasten2 Kopie

Heute haben wir mit der Vorbereitung des Kondensatbehälters für das Nieten begonnen. Hierzu werden die Bleche wieder abgenommen, um an den Kontaktflächen zwischen Winkeln und Blech lose Walzhaut zu entfernen, die Bohrungen zu entgraten und zum Korrosionschutz die Kontaktflächen zu grundieren. Der Behälter vor der Arbeit...

220212 Kondensatbehälter Kopie

... und der entblätterte Behälter am Abend.

220212 Kondensatbehälter Blech ab Kopie

Zur Vorbereitung der Nietarbeiten haben wir das Stirnblech vom Kohlenkasten der E.K.B. 14g wieder abgebaut.  

220211 Kohlenkasten2 Kopie

Nach Abschluß der Nietarbeiten ist der Rahmen vom O-Wagen GbKB 1050 zum Sandstrahlen und Lackieren abgeholt worden. An den Verstärkungsprofilen in Rautenform unter den Rahmenlängsträgern ist zu erkennen, dass der O-Wagen von der Waggonfabrik Görlitz gebaut wurde. 

220210 O Wagen5 am Haken

Damit der Lackierer weiß, welche Teile er lackieren und welche er nur grundieren soll, sind die Anbauteile vor dem Transport passend sortiert worden.
220210 Verladen



Um die Unwucht durch die außermittige Aufspannung von Vorrichtung und Werkstück auszugleichen, werden auf der Planscheibe noch Gegengewichte (die runden Scheiben hinten) befestigt. Der Krümmer selber wird so ausgerichtet, dass die Bohrung zentrisch läuft und die Flanschfläche möglichst senkrecht zur Drehachse steht.

AbdampfkrC3BCmmer aufgespannt Maschine

Die Flanschfläche ist plangedreht.

AbdampfkrC3BCmmer plandrehen

Der nächste Schritt ist das Einbringen des kegeligen Linsensitzes.

AbdampfkrC3BCmmer Bearbeitung

Vorher und nachher ... mittlerweile ist der zweite Krümmer auch an der Flanschfläche bearbeitet. Weiter geht es dann in den nächsten Tagen mit der Bearbeitung des Rohrstutzens zur Aufnahme der Dampfleitung, was auf der Fräsmaschine erfolgen wird.
Das Bauen der Spannvorrichtung hat natürlich etwa 10x so lange gedauert wie die Bearbeitung der Teile ...

AbdampfkrC3BCmmer vorher nachher

Für die Bearbeitung der Abdampfleitungs-Krümmer der RUR, die wir haben gießen lassen, musste zunächst eine Vorrichtung konstruiert werden, um die Werkstücke auf der Drehmaschine zur Bearbeitung der Flanschfläche spannen zu können: Der Teilesatz für die Vorrichtung ist hier noch in Einzelteilen zu sehen ...

Spannvorrichtung Puzzle

... und hier ist er zur weiteren Bearbeitung auf die Planscheibe gespannt.

Spannvorrichtung Planscheibe

Der Krümmer wird auf dem Außendurchmesser des Rohrstutzens gespannt, daher musste die Vorrichtung auf diesen Durchmesser ausgedreht werden.

Spannvorrichtung ausdrehen

Nach dem Ausdrehen wurde ein Krümmer probehalber aufgespannt. Das Prinzip der Vorrichtung wird deutlich: Eine Platte mit Aufnahmeflächen für den Krümmer wird mit T-Nuten-Schrauben auf der Planscheibe befestigt; mittels Stiftschrauben und einer Traverse wird der Krümmer auf der Platte festgespannt.

AbdampfkrC3BCmmer aufgespannt

Im Gegensatz zu den zugekauften Spindeln für das große Anstellventil werden die Spindeln für das kleine Ventil der Doppelsauger selber gemacht. 
Vordrehen des Trapezgewindes Tr16x4: Aufgrund des großen Zerspanungsvolumens ist es zweckmäßig, mit einem 60°-Spitzgewindestahl vorzuarbeiten, damit der Trapezgewindemeißel es beim Ausformen des Gewindes leichter hat.

Luftsauger Gewindespindeln vordrehen

Phasenweise sieht das Gewinde recht merkwürdig aus ...fertigdrehen mit Trapezgewindestahl.

Luftsauger Gewindespindeln fertigdrehen

7 Gewindespindeln warten auf den Einbau.

Luftsauger Gewindespindeln fertig

 

Für den Dreiwegehahn, für den vor 2 Wochen bereits das Hahnküken gefertigt wurde, musste noch eine Hahnscheibe gedreht werden - hier das Stoßen der Vierkantbohrung. Da der örtliche Baumarkt außerdem keine M12er Muttern aus Messing verkaufen wollte, wurden kurzerhand aus Resten zwei Stück selber gemacht, sodass der Dreiwegehahn nunmehr fertiggestellt ist. Einen Hahngriff hatten wir noch im Fundus.

Hahnscheibe Vierkant stossen

Das Mittel der Wahl zum Einfetten des Hahnkükens.😎

 unverwC3BCstliche Dampf Hahnen Schmiere

Der Dreiwegehahn probemontiert am Dampfdom der RUR. Da der Hahn 4 Hahnstellungen besitzt, muss es möglich sein, das Hahnküken um 360° zu drehen. Hierfür ist neben dem Flansch des Hahnes auch der Dampfdom im Weg. Lösung des Problems: Der Hahngriff kann abgenommen und auf dem Vierkant des Kükens umgesetzt werden. Damit der Hahngriff nicht verlorengeht, haben wir ihn "an die Kette gelegt".

Dreiwegehahn probemontiert

Die Zylinderöl-Versorgung ist jetzt wieder komplett montiert: Wir haben noch den Rohrstutzen (rechts im Bild), der auf die Frischdampfleitung aufgelötet wird, von den Überresten des alten Rohres befreit und auf den Außendurchmesser der neuen Dampfleitung ausgespindelt. Außerdem wurden aus massivem Kupfer Dichtungen in speziell angepassten Stärken gefertigt, damit die Ölrückschlagventile nach der Montage in die richtige Richtung zeigen.

Ölleitungsanschluss 4

Der Bericht von Thomas zur Überholung der Ölrückschlagventile geht weiter:
Nach den Gehäusen (siehe Tagebuch vom 27. Januar) wollte ich mich noch um die Innereien der Ölrückschlageventile kümmern - die hatten es bitter nötig! Nach dem ersten Überdrehen gab es noch gut sichtbare Rostnarben auf dem Ventilkegel.

 Rueckschlagventil Rostnarben Kegel

Nach dem Überdrehen. Nach der Fertigstellung der Ventilkegel wurden die Ventilsitze noch leicht eingeschliffen.

 Rueckschlagventil Kegel C3BCberdreht

Bedingt durch die Kleinheit der Werkstücke habe ich das UWG1 für die Bearbeitung eingesetzt. Das UWG1 ist an sich schon nicht besonders groß - dennoch macht es auf dem angehängten Bild Mühe, das Werkstück zu finden. Die "große" Drehbank wäre übrigens auch deshalb ungeeignet gewesen, weil sie mit max. 2500 U/min keine ausreichend hohe Drehzahl für eine einigermaßen günstige Schnittgeschwindigkeit hätte erzeugen können - bei einem Werkstückdurchmesser von 6 mm habe ich mit einer Drehzahl von 3800 U/min gearbeitet.

 Rueckschlagventil WerkstC3BCcksuchbild

Kleiner Meißel, kleines Werkstück, kleine Späne ... ungewohnte Dimensionen für eine Dampflok.

Rueckschlagventil Meissel SpC3A4ne

Das Fahrwerk der RUR ist weiter in Zamberk zur Überarbeitung der Radsätze, Achslager, Achslagerführung und Gleitbahnen. In der Mitte vom Bild sind die beiden gespannten Drähte zu sehen, die als Bezugsachse für die Bearbeitung der einzelnen Teile dienen.

220201 RUR Rahmen

Am Samstag kamen nun endlich die neuen Kuppel- und Treibzapfen für die E.K.B. 14g von der Schleiferei zurück.  Ursprünglich sollten die Zapfen bereits im Dezember geliefert werden....

220201 Bolzen 14g

 Letzte Nacht wurde in Zamberk mit dem Einpressen der Zapfen begonnen.

220201 Bolzen einpressen Radsatz 14g

Der Rohbau des Kohlenkastens / Kondensatbehälters ist fertig. Da können wir bald den Nietenglüher anschmeißen.... Hier im Bild die Rückseite des Kastens, die später nach dem Einbau vom Lokkasten verdeckt sein wird. 

220201 Kohlenkasten IMG 4974 Kopie

Der Blick nach hinten: Links die Durchreiche in den Kohlenkasten. Auf der rechten Seite wird später die Luftpumpe aufgehängt. Die Verstärkungsleisten für die Pumpenhalterung sind auf dem ersten Bild zu sehen.

220201 Kohlenkasten IMG 4978 Kopie

Am O-Wagen GbKB 1050 sind jetzt auch die Griffe / Wellen zur Verriegelung der Klappen montiert.

220125 GbKB 1050 Verriegelung

Manche Arbeiten dauern länger: Vor über 4 Jahren hatte eine Werkstatt einen Experten zur Hand, der die Schmierpumpe Bauart Michalk der FKB 5i überholen wollte. Leider hatte der "Experte" die Schmierpumpe dann einige Monate später in Einzelteile zerlegt zurück geschickt. Einzelteile in loser Schüttung in einem Karton, ohne Foto und Dokumentation von der Zerlegung sprechen jetzt nicht gerade für seine Fachkunde....

Danach ging der Bauatz der Schmierpumpe in die Werkstatt von Rudolf Langeloth. Heute konnte ich die revidierte und auf Funktion geprüfte Schmierpumpe in Darmstadt abholen.

Michalk 220129 IMG 1698 Kopie

An den beiden OEG-Güterwagen 805 und 808 fehlen die Griffstangen. Zur Nachfertigung hat AKL eine massive Biegelehre gebastelt.

220128 OEG Griffstange P1040469

Das Ergebnis: Die neuen Griffstangen nach dem Grundieren.

220128 OEG Griffstange P1040483

Wie schon im Beitrag vom 26. Dezember erwähnt, war an einem der beiden Bosch-Ölrückschlagventile das Gewinde für die Überwurfmutter des Ölanschlusses defekt. Es soll der Gewindezapfen überdreht und eine Buchse aufgelötet werden, die später das neue Gewinde erhält.

Erster Schritt: Ausrichten des Ventils auf der Planscheibe mittels Meßuhr.

C396lrC3BCckschlagventil4a

Abdrehen des Gewindezapfens.

C396lrC3BCckschlagventil3

Das Ventil nach dem Auflöten der Buchse.

C396lrC3BCckschlagventil2 Kopie

Danach (nicht dargestellt): Wieder auf die Planscheibe, ausgerichtet, auf Außendurchmesser des Gewindes abgedreht, Gewinde G3/8" gedreht, Dichtkonus für die Ölleitung nachgesetzt.

Die eiserne Überwurfmutter für das Ölrohr war dem Kollegen zu gammelig - deswegen wurden mal schnell zwei neue gedreht.

C396lrC3BCckschlagventil fertig
Fertig!

 

 

Das Drehen der kugeligen Dichtfläche an den neu angefertigten Bundbuchsen der Ölrohr-Anschlüsse für die RUR stand auf dem Programm. Hier der Werkstattbericht vom Kollegen: "Ich habe hierzu die Bundbuchse mittels Spannzange in die Horizontalspindel der Deckel FP1 gesetzt; in den senkrecht gestellten Teilkopf der FP1 habe ich einen Wohlhaupter UPA3 Ausdrehkopf platziert, in dem ich einen Drehstahl so montiert habe, dass dessen Schneide einen Radius von in diesem Fall 4,5 mm beschreibt, wenn die Teilkopfspindel gedreht wird. Auf diese Weise ist es möglich, auf der Fräsmaschine präzise Radien zu fertigen."

Bundbuchse C396lleitung

In Hüinghausen ist der Rotguß-Krümmer für die Abdampfleitung der RUR eingetroffen. Da dieser Krümmer an keiner anderen bekannten Dampflok verwendbar ist, haben wir diesmal keinen konventionellen Formenbau machen lassen. Die beauftragte Gießerei hat das zugesandte CAD-Modell des Krümmers konvertiert und damit die Form aus Sand gedruckt. Der Sandguß erfolgte dann konventionell. Mit dem Ergebnis dieses Versuchs, sowohl in Richtung Qualität als auch Kosten und Lieferzeit für ein solches Einmal-Teil, sind wir zufrieden. 

AusstrC3B6mkrC3BCmmer neu

Am Dom vom Kessel der RUR ist ein Dreiwegehahn für Pfeife und z.B. Dampflöler montiert. Ein Anschluß ist zunächst zugeflanscht, da wir den Bosch-Öler der Lok weiterverwenden. Das Gehäuse des Dreiwegehahns ist schon bereits vor geraumer Zeit berarbeitet worden. Jetzt ist das Hahnküken dran und nimmt Gestalt an: Fräsen der Vierkante ...

KC3BCken Dreiwegehahn

.... und nach dem Fräsen der Querbohrungen.

KC3BCken Dreiwegehahn2

Der Kegel 1:6 wird auf dem Hommel UWG1 gefertigt. Das UWG1 ermöglicht es, auch kegelige Flächen mit automatischem Vorschub zu drehen, was auf konventionellen Drehmaschinen so nicht möglich ist.

KC3BCken Dreiwegehahn3

Leider konnten wir wegen der Auswirkungen von Covid-19 in den beiden letzten Jahren kein Fahrzeug bei Museumsbahnen einsetzen, von umserem Buffetwagen bei der Sauerländer Kleinbahn einmal abgesehen. Endlich geht es weiter!
Die MME feiert im Juli ihre Vereinsgründung vor 40 Jahren. Neben einer großen Veranstaltung an drei Wochenenden im Juli wird es verschiedene Sonderfahrten geben. Hierzu werden bereits ab März vier unserer Güterwagen bei der Sauerländer Kleinbahn sein. Der O-Wagen RKB 219 ist das letzte Mal 2017 gelaufen; für die drei O-Wagen RKB 220, 223 und 224 wird es der erste Einsatz sein. 

IMG 20190503 163142

Komplett aufgearbeitet stehen die vier Wagen in unserem Magazin. Die erforderlichen Fristarbeiten werden schnell erledigt sein. Die Komplettierung der Beschriftung soll noch vor den ersten Fahrten erfolgen.

 

Aufwändig ist die Rekonstruktion der seitlichen Klappen am O-Wagen GbKB 1050. Die U-Profile der Säulen müssen am oberen Ende auf der Fräsmaschine bearbeitet werden. Die neuen Aufnahmen für die Klappen werden passend gebohrt und mit den U-Profilen verschraubt. Ein auf Länge gesägtes Winkelprofil wird mit Schraubzwingen als Montagehilfe an den Säulen befestigt. Auf der Drehmaschine werden neue Aufnahmebolzen gefertigt und an den Bolzen dann auf der Fräse eine ebene Fläche angefräst. Als Nächstes wird der Aufnahmebolzen mit einem Flacheisen verschweißt.

220122 O Wagen5 image9 1

Nach längeren Schleifarbeiten sieht das dann so aus: 

220122 O Wagen5 image6

Der aktuelle Arbeitsstand bei der Klappe. 

220122 O Wagen5 image5 1

Diese Woche haben wir den Rahmen vom GbKB 1050 auf die Radsätze abgelassen. Bei dieser Aufnahme fehlen noch die Bolzen zwischen Blattfeder und Federlasche und der Achshaltersteg. 

IMG 1095

Der Schmierhahn zur Luftpumpe der E.K.B. 14g wurde fertiggestellt und montiert.

20220113 100726 Schmierhahn Kopie

Ein kleines Kunstwerk, an dem sich der Projektleiter der Lok erfreut - auch wenn es später den meisten Fahrgästen sicherlich nicht groß auffallen wird.

Für die Westinghouse-Luftpumpe der Mosbach - Mudauer Lok 4 hat EWK den fehlenden Wassersammler nachgefertigt.

20220103 154659 Westinghouse Wasserabscheider Kopie

Hier der lackierte Wassersammler, mit der anderen Seite am Westinghouse-Luftpumpenregler angeschraubt.

20220111 093103 Westinghouse Regler Kopie

Ein aktuelles Foto vom Fertigungsstand des Kondensatbehälters / Kohlenkastens der RUR bei Lonkwitz in Wetzlar. Wir schauen von oben auf den Boden des Kohlenkastens, bzw. den Deckel des Kondensatbehälters mit Mannloch. Das Blech der Rückwand muss noch passend zu den Seiten des Behälters gebogen werden. Vor dem Behälter liegt die Stirnwand des Kohlenkastens. Seiten- und Rückwand des Kohlenkastens wird später der "übergestülpte" Lokkasten bilden, wobei der Spalt zwischen Kondensatbehälter und Lokkasten mit Holzleisten abgedeckt werden wird. 

220118 Kondensatbehälter

Die kleineren Teile sind alle geschnitten und werden im nächsten Schritt montiert. Die Löcher für das finale Nieten in Hüinghausen sind bereits angebracht.

Zum Bau der Wasserkästen der RUR sind die Bleche vom Lokkasten bei EWK wieder abgenommen worden. Die "Ecksäulen" des Kastens sind sehr uneben und bedürfen einiger Richtarbeiten; schließlich sollen die Wasserkästen, wo die Ecksäulen ein Teil der äußeren Wand sind, später dicht werden.

 20220112 141000 Kopie

Schwer kalkulierbar sind aktuell die Lieferzeiten der neuen Seitenwandteile, da die verschiedenen angefragten Blechbearbeiter momentan alle stark ausgelastet sind.

20220112 141136 Kopie

Am O-Wagen GbKB 1050 sind die Eck- und Seitenwandsäulen montiert. In den nächsten Wochen werden an den Haltern der Säulen die Schrauben noch durch Niete ersetzt. 

220115 O Wagen5 DSC04866 Kopie

Aus Mönchengladbach sind die Speiseventile für die E.K.B. 14g gekommen. Passend zum Absperrhahn des Ventils hat EWK auch einen Schlüssel angefertigt.

220115 Speiseventil DSC04869 Kopie

Für die vor 2 Jahren in Gryfice / Greifenberg gekauften Güterwagen lassen wir momentan Radsätze aufarbeiten. Einzelne Radsätze bekommen dabei neue Radsatzwellen. Nach dem Strahlen sind auf der Radscheibe gut die Gußzeichen zu erkennen. Das Jahr 1900 passt gut zu Güterwagen, die 1901 zur von 750 mm auf 1000 mm umgespurten Greifenberger Kreisbahn geliefert wurden. Die eingegossenen Initialen "F.K." stehen dabei für Friedrich Krupp; es handelt sich folglich im ein Produkt der Krupp-Gußstahfabrik in Essen,

220107 Radscheibe

Die Gussteile für den Feuerlöschstutzen (oben) und den Regler-Schmierhahn (unten) der RUR sind fertig.

220110 Rohling Schmierhahn.

Für den FKB 6 haben wir die bereitgestellten Beschläge für die Inneneinrichtung sortiert. Von vorne nach hinten:
- Aschenbecher 2. Klasse
- Fenstergriffe
- Pin für Fenstergurt
- Kleiderhaken in 2 Ausführungen
- Seifenschale
- Emailschild für Briefkasten (Außenseite)
- Vorhangstangenhalter 3. Klasse (Grauguß) und 2. Klasse (Rotguß)
- Handgriff Tür
- Riemen für Vorhang
- Bindfadenkörbchen (Postabteil)
- Halter für Schild (außen am Briefkasten)

220106 Beschlagteile DSC04853 Kopie

Türdrücker, Türdrückerschild, Halter Gepäckablage sind noch in der Werkstatt, die Türfeststeller müssen noch gebaut werden.

Da bei der RUR das Personal direkt neben dem Kessel steht, kann auf eine Isolierung nicht verzichtet werden. Vorne im Bereich der Rauchkammer ist in der rechteckigen Öffnung im Verkleidungsblech die weiße Isoliermatte zu erkennen.

220107 Kesselverkleidung nach Isolierung

Zur fachgerechten Nacharbeit der Achslager und Achslagerführungen wurde in Zamberk nochmals der Rahmen der Lok RUR vermessen. Da beide Zylinder fest im Rahmen eingebaut sind und ihre Lage nicht justiert werden kann, wird bei der RUR abweichend zur DV 946 eine Zylinderachse als zentrale Bezugsachse genommen.

Ein Draht wird an der Zylindervorderseite genau in der Mitte fixiert....

220107 RUR Vermessen2JPG

... und dann genau in der Zylinderachse gespannt.

220107 Rur Vermessen4

Bei dieser Aufnahme von unten ist gut zu erkennen, wie ausgehend von dieser Sehne die relative Lage der Achslagerführungen gemessen werden kann.

220107 Rur Vermessen5

Am BPwPost 6 sind zwischenzeitlich die Blenden für die Briefkästen angebracht worden. Der Dachaufsatz für die Seilzugbremse ist im Bau. Vor Ort wurden heute Fabrikzeichnungen, Fotos aus Vergleichsfahrzeugen und Zeichnungen zu preußischen Normalien verglichen, um Lage, Abmessungen und das finale Design der Polsterbänke im 2. Klasseabteil, vom Pultschrank im Postabteil und vom Pult im Dienstabteil festzulegen. 

220106 FKB6 DSC04821 klein

Eine Stellprobe der Plattformtüren am FKB 10. Der FKB 6 wird hingegen seine Ketten an den Plattformen behalten, da diese offensichtlich original sind. Im Detail sind bei der Konstruktion Unterschiede zwischen dem FKB 10, gebaut von der Waggonfabrik Görlitz, und dem FKB 6, gebaut von Beuchelt, zu finden.

220106 FKB10 Gitter DSC04849 Kopie

Am Stehkessel der Mudauer Lok 4 sind nach den Brennschnitten (siehe vorherigen Eintrag) jetzt die Unterkanten der Bleche beschliffen. Die versetzten Schnitte sind kein Versehen, sondern Absicht, um später die einzelnen Bleche sauber schweißen zu können.

211230 101 5830 Kopie

Verschiedene Nietlöcher in der späteren Schweißfuge wurden zugeschweißt und die ovalen Flicken, die die DB zwecks Feuerbuchsreparatur eingesetzt hatte, wurden von der Wasserseite ausgefugt und sauber verschweißt.

.211230 Nahtorbreitung 101 5851 

Einen "mutigen" Schnitt hat EWK zum Jahresende am Kessel der Mudauer Lok 4 gemacht:

211230 Stehkessel Schnitt 101 5806 Kopie

Oberhalb des Bodenringes hatte der Stehkessel tiefe Abzehrungen. Auch die Nietlöcher für den Bodenring hätten umfangreiche Nacharbeit benötigt. Statt tagelanger Aufschweißarbeiten war es deshalb sauber, den Stehkessel an der Untersteite zum Vorschuhen mit neuen Blechen abzutrennen.

211230 Stehkessel Schnitt 101 5806 Kopie

Taugt nur noch als Einfassung für ein Blumenbeet: Das abgetrennte Unterteil vom Stehkessel.

211230 Stehkesselring 101 5824

Die beiden Ölleitungen der Schmierpumpe führen bei der RUR in die gemeinsame Frischdampfleitung beider Zylinder.

Ölleitungen

Der Anschluß nach einer ersten oberflächlichen Reinigung. Die beiden Rückschlagventile bedürfen noch einiger Kosmetik: Wir werden die Ventilkegel mal überdrehen, neue Ölrohrüberwurfmuttern anfertigen und ein Gewinde (im Bild das ohne Überwurfmutter) überarbeiten. Hier werden wir den Gewindestutzen glattdrehen, eine Büchse auflöten und ein neues Gewinde draufschneiden.

Ölleitungsanschluss 2

Die Rückschlagventile stammen unübersehbar von der Firma Bosch. Allerdings müssen diese eine spätere Zutat sein, denn das Fabrikzeichen, welches einen stilisierten Doppel-T-Anker einer Lichtmaschine darstellt, verwendet die Firma Bosch erst seit 1919.

Ölrückschlagventil Fabrikzeichen

Wie wurde die Maschine wohl vorher geschmiert?
Bei der schon vor Jahren untersuchten Kastenlokomotive VRIJLAND sieht die Zuführung der Schmierleitungen in die Frischdampfleitung übrigens so aus:

DSC 5097 reduziert

Statt Nordmann-Tanne, Lametta und Kerzen empfehlen wir eine Installation aus Grau- und Rotguß: Die angearbeiteten Teile für die Luftsauger-Serie stapeln sich langsam ...

Luftsaugerteile

Nach einem Muster von unserer Lok 14g lassen wir für die Wasserkästen die fehlenden / abgängigen Prüfhähne nachfertigen. Mit den heutigen technischen Möglichkeiten entstehen das Gehäuse und die Hahnküken als CNC-Drehteile. Das Gehäuse ist von 2 Seiten jeweils bis zur Kugelmitte angebohrt, das Küken erhält entsprechend 2 Bohrungen bis zur Mitte, sodass das Wasser bei geöffnetem Hahn vom Tender (Gewindestutzen) kommend in Kükenmitte seine Richtung ändert und nach unten aus dem Hahn austritt. Auf dem angehängten Bild  steht der Hahn also auf dem Kopf. Den Hahngriff machen wir aus Messing ohne Vierkant; dieser wird dann auf dem Zapfen des Kükens angelötet. 

Tender Probierhahn

Die neuen Achslagerunterkästen sind zusammengeschweißt und warten bei EWK auf die weitere Bearbeitung.

Achslager Unterkästen

Eine Partie Hähne für die Druckluftbremse der RUR und den Personenwagen StMB 13 ist eingetroffen. Vorne zwei einfache Absperrhähne, rechts daneben ein Löseventil. Dahinter stehen 2 Notbremsventile AK 6 ("Ackermann").

211219 Bremsarmaturen

Bei den Kastenloks von Henschel ist die Rauchkammerstütze als ein geschlossener Kasten ausgebildet. Der Grund hierfür wird erst bei einem genauen Blick in die Werkszeichnung ersichtlich: Die Abdampfleitung vom Dampfzylinderblock wird über einen Bogen zurück in die Rauchkammerstütze geführt (dreieckiger Flansch im Foto). Aus dem Kasten führt eine weitere Leitung (viereckiger Flansch) zum darüberliegenden Umschaltschieber Blasrohr (Bohrung im Rauchkammermantel) / Abdampfkondensator. Aus naheliegenden Gründen muss hierfür der Kasten der Rauchkammerstütze dampfdicht geschlossen sein.

211218 RUR Schalldämpfer

Zum Anbringen der Isolierung sind die Verkleidungsbleche momenan wieder vom Kessel abgebaut.

Die Fertigung der Zylinderentwässerugshähne der RUR ist deutlich vorangekommen. 

Zylinderentwässerungshähne

Für die Fertigung der 1:6-Kegelbohrung auf der CNC-Maschine hat sich die Werkstatt eine Spannvorrichtung gebaut.

Zylinderentwässerungshähne 2

Es fehlt noch das Fräsen der Sechskante.

 

:

Durch Aufmerksamkeit eines Eisenbahnfreundes konnten wir zu mehreren erworbenen Fahrzeugen noch ein paar Aktenbestände übernehmen, die uns Aufschluß über die Details des Werdeganges dieser Kleinbahnfahrzeuge geben können - das hoffen wir zumindest.

2021 12 16 Ordner

 

Das Gehäuse der RUR ist sauber ausgerichtet und wartet bei EWK in Mönchengladbach auf die weitere Bearbeitung. Der aus einem soliden Blech ausgebrannte Grundrahmen ist  mit Schraubfüßen (angefertigt aus einer alten Kolbenstange von 23 058) horizontal ausgerichtet. Gerade werden am Dachrand Traversen zur Stabilisierung des Lokkastens angepaßt.

Karosserie Grundrahmen

 

Am Kessel der Mudauer Lok werden am Stehkessel die Bohrungen für die Stehbolzen ausgebuchst.

Kessel 13 12 2021

Auf der Detailaufnahme zu erkennen: Hier werden Gewindebuchsen eingeschraubt und später dichtgestemmt, um für die Gewinde der Kupfer-Stehbolzen wieder auf einen erträglichen Durchmesser zu kommen.

Kessel 13 12 2021 2

Aktuell werden die Türverriegelungen instandgesetzt.

211210 OEG 805

Ein Bild von gestern Abend: Die neuen Radreifen werden profiliert. Der dritte Radsatz ist fertig, der vierte Radsatz war gerade auf der Drehbank.

211209 Radsatz 14gJPG

Seit gut 10 Jahren befindet sich ein Wagenkasten der Rendsburger Kreisbahn in unser Sammlung. Leider konnte der Güterwagen damals nur in zerlegtem Zustand geborgen werden. Mit 2,30 m Radstand und einer Rahmenlänge von 4,50 m hat der Wagen fast spielzeughafte Abmessungen. Bisher war nicht bekannt, zu welcher Serie der Wagen gehörte, da sowohl die G-Wagen der Erstlieferung (G 31 - G 40; Waggonfabrik Gotha, Baujahr 1900) als auch der zweiten Serie (G 41 - G51, Waggonfabrik Uerdingen, Baujahr 1902) diese Abmessungen hatten.

Über zwei in der DME 2/2020 (Bernd Bornau, Christian Kanzow: Die Güterwagen der Rendburger Kreisbahn) abgedruckte Fabrikfotos konnten wir jetzt durch Abzählen der Bretter in der Seitenwand als Unterscheidungsmerkmal den Hersteller des Wagens auf die Waggonfabrik Gotha eingrenzen. Vorläufig haben wir dem Wagenkasten bzw. Bausatz (passend zum o.g. Fabrikfoto vom Wagen "Kreisbahn Rendsburg 38")  die Nummer K.R. 38 gegeben. 

Das Foto hierunter zeigt einen Teil der verbliebenen Rahmen- und Seitenwandteile.

Rendsburg Rahmen 1 Kopie

Und hier der Stapel mit den übrigen Teilen vom Aufbau. Unschwer zu erkennen: Noch "etwas" Arbeit bis hieraus mal wieder ein fahrbereiter G-Wagen wird.

211127 Rendsburg G Wagen Stirnwand

Der F.K.B. 10 ist wohnlich geworden.

DSC02325

Die Liste der Restarbeiten ist überschaubar:

Einsetzen der Fenster
Anbau der Deckenlüfter
Anbau der Unterteile der Wandlampe
Einbau der Heizkörper der Preßkohlenheizung
Anbei der Führungen für die Seilzugbremse
Eindecken des Daches
Anbau der Bremsleitung

DSC02333

Gestern haben wir den Wagenkasten vom G-Wagen 156 (Lindner, Bj. 1907) der früheren Südharz-Eisenbahn in Immenrode geborgen. Nach der Literatur soll der Wagen bereits 1963 verschrottet worden sein - tatsächlich stand er aber auf einem Bauerhof in Immenrode, allerdings bis vor wenigen Monaten versteckt in einem angebauten Schuppen. 

Zwei andere G-Wagen der SHE (G 154 & G 157) wurden 1963 an die Eisengießerei Buchholz in Vienenburg verkauft. Immenrode und Vienenburg liegen nur gut 6 km voneinander enffernt. Mit einer hohen Wahrscheinlichkeit ist der G 156 damals im Paket mit den beiden anderen G-Wagen (Mitarbeiter oder Bekannte der Fa. Buchholz?) nach Immenrode gekommen. Da der Wagenkasten weg mußte, es für einen Erhalt in der Region keinen Interessenten gab und eine zeitnahe Verschrottung drohte, haben wir uns entschlossen den Wagen zu übernehmen, auch wenn wir den Wagen aus Kapazitätsgründen mittelfristig nicht aufarbeiten werden. Er steht nun aber zunächst mal sicher und vor der Witterung geschützt in unserem Magazin.

211010 SHE156 DSC06518 Kopie

Der Wagenkasten bei der Besichtigung Anfang Oktober 2021 in Immenrode. Dank Beschriftung und noch vorhandenem Fabrikschild war die eindeutige Identifizierung einfach. Über die Reste eines Briefschlitzes kann die Angabe aus der Literatur bestätigt werden, dass der Wagen früher als PwPost gedient hatte und erst später bei der SHE in einem G-Wagen umgebaut wurde.

Bei der Bergung mußte der Wagenkasten erst einmal auf hölzernen Kufen mit Hilfe des Fendt-Traktors des bisherigen Eigentümers näher an den Weg gerückt werden. Auf dem weichen Boden des früheren Mühlteichs gab es damit kein Problem.

SHE156 1

Hängepartie - mit etwa 17 Metern Ausladung ist dieser Aufbaukran schon sehr vielseitig einsetzbar.

SHE156 2

Eng ging es zu in Immenrode. Bei Ein- und Ausfahrt war fahrerisches Können vonnöten. Anschließend ging es über A36 und A2 gen Niederlande.

SHE156 3

Die Rahmen der beiden O-Wagen 805 und 808 sind auf dem Weg zum Sandstrahlen.

P1040303

Aktuell stehen die beiden O-Wagen 1017 und 1024 recht frei im Magazin und wir können ein Foto der beiden aufgearbeiteten OEG - Wagen nachliefern. 

211120 OEG 2017 1024

Klappe und Ventilstößel vom Latowski-Läutewerk der E.K.B. 14 wurden wieder gängig gemacht und auch die erste Klangprobe war zufriedenstellend.

211127 Läutewerk

Am Schornstein der RUR wird der Schalldämpfer der Körting-Bremse befestigt. Da die Werkszeichnungen hierzu nicht detailliert sind und der Schalldämpfer über 50 kg wiegt, haben wir uns für den Halter ein Muster aus Karton gebastelt.

211127 Halter Schalldämpfer

Hier der zugehörige Schalldämpfertopf.

211127 Schalldämpfer Körting

 

An 3 Tagen wurden rund 220 Niete am Fahrgestell vom GbKB 1050 verbaut.

211127 O Wagen5 Stirnseite

In Arbeit sind die Seitenleisten und die Halter für die Stirn- und Seitenwände. Hier werden dann noch mal 60 weitere Niete benötigt.

211127 O Wagen5 seitlich
 

2019 haben wir von Wangerooge den vierachsigen Güterwagen 63 038 abgeholt. Nach der Literatur soll es sich um einen ehemaligen gedeckten Güterwagen der Walhallabahn handeln; in Frage hierfür kämen der GG 792 oder GG 794 der LAG von MAN, Baujahr 1908.

Allerdings passt die Bauart der Drehgestelle nicht zu den MAN Güterwagen. Durch diverse Umnummerierungen und die Zweitvergabe von Nummern verschrotteter Wagen ist der Güterwagenpark der Inselbahn Wangerooge nur schwer nachvollziehbar. Nach Einschätzung von Experten der IG Wagen passen die Drehgestelle zu einem OOw ex. RBD-Erfurt. Die Inselbahn hatte 1935 auch 8 vierachsige Güterwagen von der umgespurten Feldabahn in Thüringen erhalten. Nach der Literatur sollen aber die Untergestelle dieser Wagen bis 1977 zerlegt worden sein. Vielleicht kann hier ein Leser weiterhelfen.

Die beiden fraglichen Drehgestelle stehen in unserem Magazin, siehe Bild unten. Der zugehörige Rahmen ist der mittlere Rahmen im Stapel dahinter. Da dieser Rahmen noch überwiegend genietet ist, wird es sich nicht um einen Neubau aus dem Jahre 1977 handeln. 

211120 Drehgestelle SIW 038

Für die Lok 4 der Nebenbahn Mosbach - Mudau fertigt EWK neue Achslager-Unterkästen. Die Struktur der Unterkästen entsteht als Schweißkonstuktion. Wie auf dem Bild unschwer zu erkennen ist, sind die alten Unterkästen in einem erbärmlichen Zustand und nicht mehr zu retten. 

Achslager Unterkasten

In den letzten Tagen haben wir die Güterwagen, die wir vor 2 Jahren als Paket vom Schrottgleis im Bahnhof Wangerooge von der DB gekauft hatten, befundet.

Bei 4 Wagen fehlten die Drehgestelle oder Radsätze. Bei weiteren 7 Wagen mit Neubaurahmen hat die Werkstatt der Inselbahn bei der Aufarbeitung 1996 / 1997 gründliche Arbeit geleistet. Außer Balancierkupplung, Radsätzen und teilweise noch den Drehgestellrahmen ist kaum etwas von den "Spenderfahrzeugen" weiterverwendet worden. Auch weichen Lage und Abmessungen der Haupt- und Querträger der Neubaurahmen deutlich von den Spenderfahrzeugen ab. Es waren halt auf Wangerooge keine Museumsfahrzeuge, sondern Betriebsfahrzeuge, die dem korrosiven Seeklima trotzen mussten. Da es für die Neubaurahmen keinen sinnvollen Verwendungszweck mehr gibt, werden wir nach Entnahme der wenigen Ersatzteile die Rahmen verschrotten. 
Unten auf dem Bild der blaue 63 084 (Brünninghaus Baujahr 1958, ex. Werksbahn Bayer), dessen Radsätze bereits vor Jahren auf der Insel abgebaut worden waren. Ein Schwesterfahrzeug ging zur Brohltalbahn und ist dort heute umgebaut als Sommerwagen im Einsatz.
Darüber der graue Güterwagen 63 057, der mit seinem Stahlaufbau aus dem Jahr 1996 bis auf den Drehgestellabstand mit dem Ursprungswagen, einem GG der Walhallabahn von MAN aus dem Jahr 1911, nichts mehr gemeinsam hat.
Dahinter lugen noch die beiden Inselbahnwagen 63083 (oben) und 63081 hervor, die beide 1958 an die Bayerbahn geliefert wurden. 
211120 Güterwagen Teileträger

Im Rahmen einer größeren Aufräum- und Umräumaktion war das erste Mal seit 8 Jahren unsere Diesellok V21 (O & K # 25833, Bj 1957) wieder halbwegs gut zu fotografieren. Die Lok war vor rund 10 Jahren für das - später gestoppte - Projekt eines Aufbaus einer Meterspurstrecke auf der Trasse der Feldabahn beschafft worden. Deshalb wurde auch keine typische Museumslok, sondern eine modernisierte und frisch revidierte Diesellok erworben. Der Lack ist heute noch erstklassig und es sind keine Kratzer oder Schmutzspuren zu entdecken.

211120 OuK

Ein Blick in den Motorraum mit dem gelben Caterpillar Motor; rechts im Motorraum - unter dem blauen Kompressor versteckt - das Voithturbogetriebe. Auch hier sieht alles wie geleckt aus.

211120 OuK Motorraum

 

 

 

 

Für den Kessel der Lok 20 haben wir die eingelagerten Anbauteile - Kamin, Rauchkammertür, Regler, Speiseventile, Abschlammventil und Dampfverteiler - zusammengesucht.

Der Dampfverteiler (im Hintergrund auf der blauen Palette) war bereits vor etlichen Jahren von Gerhard Moll - wie es Kollegen an der Handschrift auf einem Anhänger erkannten - aufgearbeitet worden. 

211120 Dampfverteiler Lok 20

Heute wurde mit dem Aufziehen der Radreifen begonnen. Zuerst wird der Radreifen mit einem Ringbrenner auf die richtige Temperatur gebracht...

211119 Zamberk Radreifenmontage2

... und dann die Radscheibe eingesetzt. Wenn alles richtig funktioniert hat, ist nach dem Abkühlen der Radreifen an der richtigen Position aufgeschrumpft und sitzt auf der Radscheibe fest.

211119 Zamberk Radreifenmontage1

 

Da der alte Krümmer der Ausströmleitung am Zylinderblock in einem schlechten Zustand ist, möchten wir einen neuen Krümmer in CuSn5Zn5Pb5 gießen lassen. Da wir dieses Teil an der RUR nur einmal brauchen und auch an keiner weiteren Lok gebrauchen können, werden wir die Gußform aus Sand drucken lassen. Museumsbahn-Kollegen aus der Schweiz haben mit gedruckten Gußformen gute Erfahrungen gesammelt. Hier das Step-Modell für den Formendrucker / die Gießerei in der Schweiz. 

Ausströmkrümmer

Kein Fahrzeug von Kleinbaan Service selber; aber ein Projekt, das von Aktiven von Kleinbaan sowohl finanziell als auch mit Rat und Tat unterstützt wird: Die Zugmaschine des Borgward Leichttriebwagen LT 4 der Sylter Inselbahn (www.sylter-duenenexpress.de). 
Das frisch in Weinrot lackierte Führerhaus ist bei NVC in Oberkhausen auf den Rahmen gesetzt worden. 

211116 LT4 lackiert NVC bDas frisch lackierte Fahrerhaus 

Während ein paar Lagerschalen aus den Achslagern vom OO 805 noch passabel aussehen, müssen diese beide Lagerschalen hingegen neu ausgegossen werden.

211110 Lagerschalen OEG805 P1040246

Der Regler für die Luftpumpe der E.K.B. 14g ist zusammen mit einem zweiten Regler von der Instandsetzung zurück. Dahinter drei Einfachsteuerventile für die Druckluftbremse von Personenwagen; rechts auf dem U-Eisen die beiden Federn der Sicherheitsventile der RUR.

211106 Ventile DSC06555 

Die Achslagergehäuse für die Drehgestelle unseres PwPost4 54 der Kleinbahn Piesberg Rheine sind gegossen. Der PwPost wurde von Van der Zypen & Charlier in Köln gebaut. Drehgestelle gleicher Bauart haben auch die Waggonfabriken Herbrand aus Köln-Ehrenfeld und Carl Weiß aus Siegen verwendet.

211110 Lagerschalen vdZ

Der gleiche Achslagertyp findet sich auch unter unserem zweiachsigen Flachwagen IBL 23 (siehe Tagebuch-Eintrag vom 6. Juli 2020).

Wir haben zur Aufarbeitung das Latowski-Läutewerk der E.K.B. 14g zerlegt. Hier die Dampfkammer, die normalerweise von der Glocke verdeckt wird. Hinten im Bild ist der demontierte Klöppel zu sehen, vorne der losgeschraubte Deckel mit Klappe. Das Losschrauben des Deckels vom Läutewerk erinnerte schon etwas an das Entschärfen einer Fliegerbombe....

211106 Läutewerk DSC06579

Eine Detailaufnahme vom Deckel der Dampfkammer mit Klappe und dem Ventilstößel ist unten zu sehen. "Eigentlich" sollte sich der Stößel leicht durch den Deckel schieben lassen und dabei im Betrieb die Klappe anheben. Durch die lange Standzeit sind hier aber Deckel, Klappe und Stößel innig miteinander verbunden. Da wird nur Rostlöser und die Zugabe von viel, viel Wärme helfen.

211106 Kolben Läutewerk DSC06578

Für die passganaue Anpassung der Holzuntersätze für die Lüfterhauben hat der Schreiner ein kleines Musterdach mit der richtigen Dachkrümmung gebaut.

IMG 20211102 063310

Mit der aufgesetzen Lüfterhaube: Alles im Lot!

IMG 20211102 063337

Der Regler der RUR ist von der Aufarbeitung bei EWK in Mönchengladbach zurück. Oben auf dem Deckel des Reglers die beiden Hebel der Federbalken-Sicherheitsventile.

21106 Regler DSC06559

Regler und Sicherheitsventil montiert auf dem Kessel.

21106 Dom DSC06565

211106 Dom von vorne DSC06561

Die Drehgestelle vom OEG 805 sind aus der Rückenlage wieder zurückgedreht. Aktuell werden die neuen Knotenbleche zwischen Quer- und Längsträgern gebohrt.

211105 Drehgestell 805 P1040243

Der Aschkasten für die RUR ist bis auf die Montage einiger Anbauteile fertiggestellt.

211101 Aschkasten DSC06546

Bereits im Jahr 2020 hatten wir bei der Firma Lonkwitz einen Slot für die Fertigung eines Dampfkessels bestellt. Jetzt hat die Konstruktion begonnen und wir haben heute Details zur Ausführung besprochen. Zwar fehlt vom alten Kessel der DHHU 20 das Kesselbuch; dafür haben wir von der Lok vom Henschel Typ B 200.1 einen recht vollständigen Satz an Werkszeichnungen. Die Kesselzeichnungen stimmen mit dem Originalkessel überein. Eine Aufarbeitung der Lok war vor über 30 Jahren bei der Malowa wegen eines sehr schlechten Zustandes des Orignalkessels - hier auf dem Bild im aktuellen Zustand - abgebrochen worden.

211101 DHHU20 alter Kessel DSC06535

Bei der Sichtung der Zeichnungen mussten wir feststellen, dass Henschel für die meterspurige B 200.1 nicht auf die Kesselkonstruktion des 900 mm Typ B 200 (baugleich mit der KDL 10) zurückgegriffen hat, sondern einen etwas größeren Kessel verbaut hat. Die Unterschiede wären aber erst zu sehen, wenn man beide Kesseltypen nebeneinander stellen würde.  

 

Bereits vor den Umbau 1943 in eine Speicherlok wurde die Triebwerksverkleidung bei der RUR "wegrationalisiert". Zur Rekonstruktion der Klappen waren neben der Werkszeichnung mehrere Besuche beim Niederländischen Schmalspurmuseum hilfreich, wo wir die Verkleidung an der Henschel-Kastenlok ZE 607 „Vrijland“ vermessen konnten. An dieser Stelle noch mal einen herzlichen Dank an die Kollegen in Valkenburg für die freundliche Unterstützung!

Triebwerksverkleidung Muster ZE607

Mein Kollege hat jetzt die Notizen aus Valkenburg ausgewertet und eine Triebwerksschürze entworfen:

RUR Schürze2

Die Scharniere sind leider kein Katalogteil - wir haben eine Länge der Scharniere von 120 mm gemessen, die Fa. Kaltenbach liefert max. 100 mm. Man kann die Scharniere selber schnitzen; wir werden aber noch bei Kaltenbach anfragen, ob es abweichende Maße in Kleinstmengen zu vertretbaren Preisen gibt. bzw. das gewalzte Gelenkband-Profil als Meterware erhältlich ist.

Die Riegel-Mechanik hat er so rekonstruiert:

Triebwerksschürze Riegel offen

Der Riegel sitzt auf einer 7 mm dicken Platte, damit er hinter den einen Flansch des Profils L 50x7 auf der Ecke der Schürze greifen kann. Das ist an der 607 geringfügig anders konstruiert, da die Unterlagsplatte dort nur 4 mm stark ist. Die detailierte Konstruktion mit allen Nietlochbohrungen macht er fertig, wenn wir die Größe der Öffnungen in den Klappen quergecheckt haben. Dies geht leider nur über das Ausmessen alter Fotos, das die Öffnungen in der Werkszeichnung nicht dargestellt sind und bei den Klappen der ZE 607 fehlen.

Triebwerksschürze Riegel geschlossen

Die Überholung des Latowski-Läutewerkes ist umfangreicher als gedacht: Der dreieckige Fuß ist vollkommen uneben mit Gußgrat, die Flansche für Frisch- und Abdampf ebenso mit "Dachform" durch Formschrägen. EWK hat das mal alles plangefräst.

20211021 112245 Kopie

Zuvor haben sie die Bohrung für das Stößelventil wieder zylindrisch hergestellt und den Ventilkörper durch Aufschweißen und Drehen passend gemacht. Die obere Mutter mit dem Lageransatz wurde ausgebuchst.

20211015 115212 Kopie

Die Drehgestelle vom OEG 805 sind jetzt auf den Rücken gedreht und ein neues Knotenblech zum Verstärken der Querträger wird gebohrt. Direkt darunter ist auf der späteren Oberseite der Querträger die Drehpfanne festgeschraubt.

211022 Drehgestell OEG 805 bohren P1040226

Etwas später ist das Knotenblech gebohrt mit mit Schrauben an den Querträgern fixiert. Im Hintergrund sind die Drehgestelle vom OEG 808 zu erkennen.

211022 OEG 805 Drehgestell P1040236

Für unsere Lok 2 Selters - Hachenburg habe ich ein Latowski Läutewerk erstanden. Das Orignal-Läutewerk der Lok wurde Anfang der 1970er Jahre gestohlen. Bei der Selfkantbahn hatte die Lok dann später als Attrappe ein flaches Druckluftläutewerk erhalten.

211023 Läutewerk

Für den Kessel der Dampflok 4 der Nebenbahn Mosbach - Mudau ist in Mönchengladbach der Rohling für einen neuen Bodenring eingetroffen.

211020 Bodenring MM4 081036

Das erste Probestück des Zylinderentwässerungshahns für die RUR ist gedreht. Der Gewindezapfen rechts ist etwas zu lang - das wird im CNC-Programm noch korrigiert. Für die Teile hatte der Fertiger extra weiche Backen passend ausgedreht. Das werden Präzisionsteile ..

Entwässerungshahn

Der Aschkasten für dir RUR ist weitgehend fertiggestellt. Durch die geschraubte dreiteilige Ausführung - unterer Kasten / linke Trichterhälfte / rechte Trichterhälfte - wäre er zumindest in der Theorie ohne ein Abheben des Kessel ein- und ausbaubar.  Was bei einer fertigmontierten Kastenlok im Betrieb schon praktisch wäre, falls es funktioniert. 

Aschkasten Lonkwitz

Auf den ersten Blick gibt es keinen Unterschied zum Foto von vor 2 Wochen. Bei genauen Hinsehen aber zu entdecken:
Die Domverkleidung ist aufgesetzt und angepasst und die Einfassungen der Waschluken sitzen jetzt sauber am Verkleidungsblech an. 

211016 Verkleidung von hinten DSC06525

Die Instandsetzung der Drehgestelle vom OEG 805 ist wieder ein Stück vorangekommen. Die Querversteifungen an der Oberseite sind noch über Schrauben an der jeweils richtigen Position fixiert. Die Schrauben werden später durch Niete ersetzt.

211015 OEG805 Drehgestelle P1040214

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